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Kähn nimmt neuen Anlauf: Zweiter Antrag Tierklinik-Erweiterung ist gestellt

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Von: Moritz Gorny

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Wolfgang Kähn will die Tierklinik erweitern. In der linken Bildhälfte ist das Hauptgebäude zu sehen. Im rechten Winkel dazu soll rechts der Anbau entstehen.
Wolfgang Kähn will die Tierklinik erweitern. In der linken Bildhälfte ist das Hauptgebäude zu sehen. Im rechten Winkel dazu soll rechts der Anbau entstehen. © Moritz Gorny

Wolfgang Kähn startet einen weiteren Versuch, die Räumlichkeiten der Tierklinik Kaufungen zu erweitern. Er hat mit der Architektin Ute Döring er einen zweiten Bauantrag aufgesetzt.

Kaufungen – „Wir hoffen, dass die Genehmigung vor dem Winter vorliegt“, sagt die zuständige Architektin Ute Döring. Ob das klappt, hängt nun aber am Kreisbauamt.

Für Kähn drängt die Zeit: Das medizinische Angebot für kranke Tiere in der Region habe sich deutlich ausgedünnt, betont der Veterinär. Dementsprechend kämen immer mehr Menschen auch von weit her, um ihre Tiere in der Tierklinik Kaufungen behandeln zu lassen. Am Montagmorgen sagt er: „Vergangene Nacht kamen wieder mehrere Notfälle, unter anderem eine Frau mit Tier, die eine Dreiviertelstunde gefahren ist.“ Um der erhöhten Nachfrage Herr zu werden, will Kähn die Klinik erweitern. Eigentlich sollten schon im vergangenen Jahr die Arbeiten für einen Neubau beginnen.

Seitens des Kreisbauamts hätte Kähn seit Anfang 2021 eine entsprechende Baugenehmigung vorgelegen. Doch die wurde überraschend wieder zurückgezogen, wie der Veterinär sagt. Offenbar hatte der Landkreis Kassel seinerzeit die Genehmigung nicht von der Autobahn GmbH des Bundes absegnen lassen, die wiederum für die Planung der A 44 zuständig ist. Weil die Baupläne Kähns aber aus Sicht der Bundesbehörde mit den Plänen der A 44 kollidierten, musste die einstige Genehmigung für nichtig erklärt werden.

Dr. Wolfgang Kähn
Dr. Wolfgang Kähn © Moritz Gorny

Jetzt also ein neuer Versuch: Die Bauvoranfrage wurde schon einmal positiv beschieden, bestätigt Landkreissprecher Andreas Bernhard. Um die Chance auf grünes Licht bei dem eigentlichen Bauantrag zu erhöhen, hat Kähn in Absprache mit Döring die Pläne geändert. So fällt die neue Erweiterung etwas kleiner aus und rückt näher an den derzeitigen Haupteingang heran. „Wir müssen einen Mindestabstand zur geplanten Trasse einhalten. Der Parkplatz wird somit auch etwas kleiner werden“, sagt Döring.

Das Gebäude werde ebenfalls kompakter. So fielen beispielsweise Übernachtungsmöglichkeiten für das Personal weg, wie für Ärzte im Praktikum. Auch der Quarantänebereich für Pferde sei nicht wie geplant machbar. „Das Meiste können wir aber umsetzen“, sagt Döring. Wie teuer das Projekt wird, ließe sich noch nicht abschätzen.

Über die Gesamtsituation ist Kähn frustriert. „Nachdem wir vor zwei Jahren schon einen Bauantrag eingereicht haben, fangen wir jetzt von vorn an.“ Unklar sei indes nämlich auch, ob er einen Parkplatz am südöstlichen Rand des Klinikareals umsetzen könne.

Der Tiermediziner wird allerdings Geduld brauchen: Kreissprecher Bernhard geht davon aus, dass mindestens zehn Wochen ins Land gehen, bis eine „Baugenehmigung erteilt werden kann“. Schließlich müssten Fachbehörden Stellung nehmen, wie die Autobahn GmbH und das Fernstraßenbundesamt, aber auch die Gemeinde Kaufungen.

Von Moritz Gorny

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