Kaufungen

Gefährlicher Gas-Austritt: Acht Schwerverletzte – darunter zwei Kleinkinder

Einsatz in der Straße Am Rosengarten in Niederkaufungen (Kreis Kassel): Die Feuerwehr war wegen Gasgeruchs in ein Wohnhaus gerufen worden - dort stellte sich heraus, dass die Bewohner unter einer Kohlenmonoxid-Vergiftung aufgrund einer defekten Heizung litten.
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Einsatz in der Straße Am Rosengarten in Niederkaufungen (Kreis Kassel): Die Feuerwehr war wegen Gasgeruchs in ein Wohnhaus gerufen worden - dort stellte sich heraus, dass die Bewohner unter einer Kohlenmonoxid-Vergiftung aufgrund einer defekten Heizung litten.

Durch einen Heizungsdefekt sind am Dienstag acht Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Niederkaufungen schwer verletzt worden. Sie erlitten eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Kaufungen - Wie Polizeisprecherin Ulrike Schaake mitteilte, handelt es sich um fünf Frauen und Männer im Alter zwischen 23 und 43 Jahren, sowie um einen dreijährigen und einen elf Monate alten Jungen. Laut Schaake bestand für sie keine Lebensgefahr. Ein weiterer Bewohner (29) musste wegen seiner Verletzungen in einer Spezialklinik in Wiesbaden behandelt werden. Sein Zustand war kritisch.

Gegen 12 Uhr war die Feuerwehr in die Straße Am Rosengarten gerufen worden, sagte Gemeindebrandinspektor Benjamin Tornow. Grund war Gasgeruch in einem Mehrfamilienhaus. „Wir haben vor Ort erst einmal geschaut, ob noch jemand im Haus ist und haben gelüftet“, sagte Tornow. Die Bewohner waren bereits im Freien.

Defekte Heizung löste die Kohlenmonoxid-Vergiftung in Kaufungen aus

Wie sich herausstellen sollte, hatte eine kaputte Dichtung in der Heizungsanlage dafür gesorgt, dass die CO-Konzentration im Haus angestiegen war. Einer der Bewohner war schon am Morgen wegen starker Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit von einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht worden. Dabei handelt es sich um Symptome, die bei einer CO-Vergiftung auftreten können. Zu dem Zeitpunkt, erläuterte Tornow, hätte die Ursache für den schlechten Zustand des Bewohners allerdings noch nicht festgestanden.

Im Laufe des Vormittags seien allerdings erneut Rettungskräfte zu dem Haus gerufen worden, wegen eines Falls mit ähnlichen Symptomen. „Die Messgeräte der Rettungskräfte haben wohl angeschlagen“, sagte der Gemeindebrandinspektor. Die Einsatzkräfte und ein Schornsteinfeger seien verständigt worden, sodass die Ursache gefunden werden konnte.

Vor Ort waren die Polizei, 20 Mitglieder der Feuerwehr Kaufungen sowie fünf Rettungswagen, ein Notarztwagen und der Hubschrauber. Parallelen zu dem Einsatz wegen „beißendem Geruchs“ am 4. März an der Leipziger Straße in Niederkaufungen gebe es nicht, sagte Tornow. „Wir wissen aber auch immer noch nicht genau, was den Geruch seinerzeit ausgelöst hat“, sagte Tornow. „Wir vermuten, dass es Gülle war.“ (Moritz Gorny)

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