Für rund 564.000 Euro

Haus 14 wechselt Besitzer: DRK verkauft Ex-Flüchtlingsunterkunft an Kaufungen

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Das Wohngruppen-Haus wechselt bald den Besitzer. Die Gemeinde Kaufungen kauft dem DRK das Gebäude ab. In der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft sollen im kommenden Jahr Sozialwohnungen entstehen. 

Die ehemalige Flüchtlingsunterkunft Sophie-Henschel-Weg 14 in Kaufungen wechselt den Besitzer: Die Gemeinde kauft das derzeit unbewohnte Gebäude mitsamt Grundstück.

Bisher war die Gemeinde nur Mieter des „DRK Soziale Dienste und Einrichtungen Nordhessen. Den entsprechenden Entschluss hatten die Kaufunger Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung gefasst. Für das Haus mit 310 Quadratmetern Wohnfläche mitsamt rund 1080 Quadratmetern Grundstück muss die Gemeinde 430.000 Euro aufbringen. 

Hinzu kommen Grunderwerbskosten von 34.400 Euro. „Der Kaufvertrag ist zwar noch nicht unterschrieben, aber ich denke bis Ende des Jahres ist alles unter Dach und Fach“, sagt Edgar Paul, Vorstand des Noch-Besitzers DRK.

Landkreis und DRK hatten sich auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt

Bis 31. Dezember 2018 hatte der Landkreis Kassel das zweigeschossige Haus vom DRK gemietet und hier Geflüchtete untergebracht. Der Mietvertrag, der eigentlich bis 2021 galt, wurde frühzeitig gekündigt. Als die Zahl der Neuankömmlinge abnahm, wurden in der Unterkunft immer mehr Plätze frei. Deswegen hatten sich Landkreis und DRK auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt.

Derzeit ist das Gebäude laut Gemeinde noch in Einzelzimmer mit Gemeinschaftsküchen aufgeteilt. „Das Innere soll zurückgebaut werden“, teilt Sprecherin Julia Gerhold mit. Vier Wohnungen sollen hier entstehen, 100.000 Euro sind derzeit für den Umbau veranschlagt. „Die Umbaumaßnahmen werden dann im neuen Jahr beginnen“, sagt Gerhold. Genaueres zum Termin könne sie noch nicht sagen.

Günstiger Wohnraum soll entstehen

Menschen mit schmalerem Geldbeutel sollen hier eine Bleibe finden können: Kaufungen will die monatliche Miete bei 6,58 Euro pro Quadratmeter ansetzen. Mit dem Kauf und der Sanierung muss die Verwaltung also rund 564.000 Euro locker machen. Diese zusätzliche Belastung des Haushaltes muss allerdings von den Gemeindevertretern in der kommenden Sitzung beschlossen werden. Dann kann der Kaufvertrag unterzeichnet werden.

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