Fleischer aus Lohfelden gibt Filialen an Unternehmen aus Kaufungen ab

Schumachers sagen tschüss - Fleischer gibt Filialen ab 

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Ab heute im Ruhestand: Gabriele „Gabi“ Schumacher und Frank Schumacher geben ihre Fleischerei-Filialen in Vollmarshausen und Lohfelden an die Landfleischerei Krüger und Wiegand aus Kaufungen weiter.

Wenn Gabriele "Gabi" und Frank Schumacher in den vergangenen Wochen an den heutigen Donnerstag gedacht haben, wurden sie wehmütig. "Für uns geht eine Ära zu Ende."

Auch wenn dem Paar der Ruhestand winkt, der Wecker nicht mehr vor Sonnenaufgang klingeln muss. Und auch wenn sie ihre zwei Fleischerei-Filialen in Vollmarshausen und Lohfelden an die Kaufunger Fleischerei Krüger und Wiegand abgeben können. Es bleibt doch ein beklemmendes Gefühl. „Der Betrieb war unser Leben“, sagt Gabi Schumacher. „Sechs Tage haben wir die Woche gearbeitet, sonntags war großer Wasch- und Bügeltag, die Stunden kann man gar nicht zählen“, ergänzt ihr 64 Jahre alter Ehemann.

1990 haben sie sich selbstständig gemacht: Gabi Schumacher, heute 62, stand seither hinter der Theke und schmiss den Partyservice. Ihr Mann kümmerte sich um Wurst und Co. Zeit für Hobbys und wochenlange Urlaube hatten sie nicht. Das soll sich jetzt ändern: „Wir fahren übers Wochenende erst mal in den Harz und entspannen.  

Jörg WiegandFleischermeister

Im kommenden Sommer geht es dann für drei Wochen an die Ostsee“, sagen sie. Dazwischen wollen sie sich die Zeit mit Schwimmen, E-Bikefahren und Dingen vertreiben, die liegen geblieben sind. Langweilig werde ihnen sicherlich nicht.

Ein bisschen Zeit brauchen sie aber sicherlich auch zum Loslassen. „Das geht nach so vielen Jahren nicht so schnell.“ Glücklich sind die Schumachers, dass Jörg Wiegand mit seiner Fleischerei ihre Filialen mit sechs Mitarbeitern und dem Lehrling übernimmt. „So haben unsere jetzt ehemaligen Kollegen weiterhin Arbeit.“ Und auch die Kunden könnten weiter wie gewohnt vor Ort einkaufen. Beides ist auch Fleischermeister Jörg Wiegand von der Fleischerei Krüger und Wiegand wichtig: „Das ist gut so“, sagt der 49-Jährige. Obendrein lebt er in Lohfelden und habe einen kurzen Anfahrtsweg in die Filialen. „Das ist für mich logistisch günstig.“ Er hat nun 30 Mitarbeiter, zwei Lehrlinge und einen Praktikanten in vier Filialen und freut sich über die Veränderung. Denn: „Stillstand finde ich langweilig.“

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