Es war rappelvoll

Heimelig trotz Regenschauer: Kaufunger Stiftsweihnacht sorgte wieder für Ansturm im Stiftshof

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Begeisterte Besucherin: Tina Melzer (rechts) ließ sich von Lukas Friedrich mit Apfelsekt verwöhnen.

Regenschauer und Wind, die Unbilden des Wetters, können der Beliebtheit der Kaufunger Stiftsweihnacht offenbar nichts anhaben.

Ein Aushängeschild für die ganze Region sei der weihnachtliche Markt, lobte Vizelandrat Andreas Siebert bei der Eröffnung am Freitag. Da war der Stiftshof trotz Regenschirm-Pflicht rappelvoll. 

Auch am Samstagnachmittag liefen die Menschen in Scharen zur Stiftskirche, waren die meisten Buden mit Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten von Menschen umlagert. Sonntag meinte es dann der Wettergott gut und schickte Sonnenstrahlen auf den Markt.

Nachfrage der Aussteller ist groß - nicht alle haben einen Platz bekommen

Kostbarkeiten aus gedrechseltem Holz: Martin Kuhrau und sein Sohn Malte (mit Sohn Janosch auf dem Arm) waren sehr zufrieden mit der Besucherresonanz im Mitmachhaus. Auch Peter Schwarze vom Förderverein verzeichnete viele positive Rückmeldungen von Marktbeschickern.

Am frühen Samstagnachmittag drängten sich die Besucher schon in der Zehntscheune bei Kaffee und Kuchen, die die Frauen des Fördervereins Stiftskirche gebacken hatten. Zu früh war es da auch noch nicht für einen Sekt, den sich Tina Melzer aus Göttingen von Lukas Friedrich von der Kellerei Döhne in Breitenbach einschenken ließ. Die Sektmanufaktur, die auch Liköre in der Scheune anbot, war das erste Mal dabei. Mit Glück, denn 30 Ausstellern mussten die Kaufunger wegen großer Nachfrage absagen.

„Wir haben gehört, dass es hier gut ist und viele Besucher durchlaufen“, sagte der Weintechnologe Friedrich. „Das ist ein wunderschönes Ambiente. Und die Leute an den Kunsthandwerkständen beraten einen mit wahrer Leidenschaft“, lobte Tina Melzer, die früher in Lohfelden lebte. In Kaufungen sei es viel schöner als auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt. Dort gebe es viele Essensstände und Plastik.

Nachhaltigkeit wird große geschrieben bei der Stiftsweihnacht - Plastik soll nächstes Jahr ganz verbannt werden

Genau das wolle der veranstaltende Förderverein nächstes Jahr ganz von dem Markt verbannen, sagte Vorstandsmitglied Peter Schwarze. Den Glühweinausschank habe man bereits von Plastikbechern auf Pappbecher umgestellt, berichtete er. 

Die leckere Wildsuppe, die die Förster der Region in der Scheune feilbieten, wird in Bambustellern ausgegeben. Nachhaltigkeit und Qualität sei von Anfang an die Zielvorgabe für den Markt gewesen, erklärte Schwarze. Deshalb werde man ab nächstem Jahr nur noch Bio-Glühwein von der Kelterei Creydt aus Dassel ausschenken.

Erstmals konnte ein Teil der Kunsthandwerker ihre Erzeugnisse im Mitmachhaus neben dem Regionalmuseum anbieten. Dort hatte Martin Kuhrau aus Bad Sooden-Allendorf seinen Stand mit gedrechselten Kunstwerken aus Holz. „Die Leute wollen die Waren aus der Nähe sehen und anfassen. Das funktioniert hier optimal.“ Kuhrau hoffte vor allem auf Kontakte zu späteren Kunden.

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