Vom 13. bis 15. Dezember

Anpacken für das Fest: In Kaufungen wird für die Stiftsweihnacht aufgebaut

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Sie legen die Fundamente fürs Feiern: Norbert Wicke (links) und Andrej Kurowski platzieren im Stiftshof die Böden für die Buden an den richtigen Stellen.

Von Freitag, 13., bis Sonntag, 15. Dezember, ist wieder Kaufunger Stiftsweihnacht. Dann strömen Besucher in das Areal zwischen Schulstraße und Stiftskirche.

Damit das Fest wieder stattfinden kann, ist noch viel zu tun. Norbert Wicke und Andrej Kurowski packen mit an: Die beiden helfen beim Aufbau der Buden. „Erst einmal setzen wir die Böden an die richtigen Stellen“, sagt Wicke. Wichtig sei, dass genügend Abstand zwischen den kleinen Häuschen ist. 

„Das sieht sonst nicht schön aus, und die Türen müssen natürlich aufgehen“, sagt er. Wicke und sein Mithelfer müssen auch drauf achten, dass die Hütten gerade sind, „sonst schwappt der Glühwein über“. 

Aber nicht nur heiße Getränke soll es dieses Jahr geben. „Wir haben rund 80 Stände mit etwa 50 Kunsthandwerkern und 20 Gastronomen“, sagt Reinhild Alber, eine der Organisatoren des Events. „Es gibt Wildgulaschsuppe und Wildburger, aber auch die Tombola und Live-Musik auf der Bühne im Hof und in der Stiftskirche“, ergänzt sie. Auch das Mitmachhaus wird erstmalig Teil der Stiftsweihnacht sein: „Dort soll Kunsthandwerk angeboten werden“, sagt Alber.

20.000 Menschen erhofft 

Bis es so weit ist, haben die rund 200 Helfer aber noch einiges zu tun. Andrej Kuroswki zum Beispiel baut nicht nur Buden auf, sondern wird sich auch um die Beleuchtung der Bühne und des Hofes kümmern. „Es macht mir Spaß, die Freude über die Lichter bei den Besuchern zu sehen“, sagt der 30-Jährige. Mitorganisator Peter Schwarze hofft, dass sich am dritten Adventswochenende rund 20.000 Menschen zum Stiftshof aufmachen. „Das hängt auch am Wetter.“

Die Überschüsse aus den Einnahmen sollen an den Förderverein der Stiftskirche gehen. „Es wird dieses Jahr vielleicht weniger sein. Wir haben nämlich zwei Kaufunger Firmen beauftragt, die uns beim Aufbau helfen“, sagt Schwarze. „Die meisten von uns sind über 70.“

Infos:

foerderverein-stiftskirche-kaufungen.de/stiftsweihnacht/

Autofahrer, die den kostenlosen Shuttle-Bus nutzen möchten, werden gebeten, auf dem Neuen Festplatz zu parken. Der Bus fährt an allen drei Tagen von dort im Zehn-Minuten-Takt über die Haltestelle Oberkaufungen-Mitte zum Stephanushaus. 

Fußgänger können an der Haltestelle Oberkaufungen-Mitte, am Bürgerhaus und an der Gesamtschule parken. Tramfahrer können mit der Linie 4 anreisen. Der passende Ausstieg ist auch hier die Haltestelle Oberkaufungen-Mitte. 

Die Straßen in den Wohngebieten rund um die Freiheit sind gesperrt und nur für Anlieger frei. Die Stiftsweihnacht wird vom Förderverein Stiftskirche, dem Freiheiter Bürgerverein und der Gemeinde Kaufungen veranstaltet. 

Stiftsweihnacht wohl gesichert: Vereinbarung soll neuen Hofeigentümer binden

Schon vor gut vier Jahren hatte der Eigentümer des Stiftshofs, Dr. Christian Karst, signalisiert, seinen dortigen landwirtschaftlichen Betrieb aufgeben und das Ensemble verkaufen zu wollen. Dieser Prozess zieht sich aber nun offensichtlich hin. Es gebe noch nichts Neues zu berichten, sagte Karst auf Anfrage der HNA. 

Ein Kasseler Architekturbüro erstelle derzeit in seinem Auftrag ein Nutzungskonzept für mögliche Investoren. Spruchreif sei dieses aber noch nicht. Im Laufe des nächsten Jahres könne er vielleicht etwas Konkretes sagen. Nach Auskunft der Gemeinde Kaufungen wurden aber schon erste Gespräche mit Investoren geführt. Das Architekturbüro sei mit der Suche beauftragt. 

Die Zukunft sei gesichert 

Auch sollen laut der Gemeindeverwaltung die Arbeitsergebnisse des Architekturbüros schon Grundlage für den Bebauungsplanentwurf des Stiftsareals geworden sein. Demnach wird in dem Wohngebiet unter anderem eine kulturelle, touristische und gastronomische Nutzung möglich sein, ebenso die Niederlassung von nicht störenden Gewerbebetrieben und Kunsthandwerkern sowie Wohnungen. Bei alledem scheint die Zukunft der Stiftsweihnacht auf dem Stiftshof nun grundsätzlich gesichert. 

Während es in den vergangenen Jahren jeweils eine formlose Absprache mit dem Eigentümer über die Nutzung des Stiftshofs gab, soll es jetzt zu einer Vereinbarung mit der Gemeinde Kaufungen gekommen sein, so berichtet es jedenfalls Peter Schwarze, Vorsitzender des Freiheiter Bürgervereins. „Die Zukunft der Stiftsweihnacht ist an diesem Standort auch weiterhin gesichert, insbesondere sofern ein Verkauf erfolgt“, teilte Iris Sager von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage mit. 

Vertrag wird noch aufgesetzt 

Die Gemeinde werde zusätzlich zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplanentwurf einen Vertrag mit dem Eigentümer abschließen, in dem er die Nutzung des Grundstücks für die Stiftsweihnacht „in einem abzugrenzenden Bereich gestattet“. In diesen Vertrag müsse ein Käufer dann eintreten. 

Wann das Baurecht für den Stiftshof vorliegen wird, ist allerdings noch offen. Bisher sei der Planentwurf einmal öffentlich ausgelegt worden, heißt es vonseiten der Gemeindeverwaltung. Wann er in der Gemeindevertretung beschlossen werde, stehe noch nicht fest.

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