Polizei sucht Zeugen

Kaufungen: Unbekannte schießen auf Baufahrzeuge - Hoher Schaden für Firma

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Der Maschinenführer Paul Dawydow fand am Montagmorgen zwei beschädigte Radlader in der Grube in Kaufungen vor. Hier zeigt Dawydow eine Radlader-Frontscheibe, auf die mehrfach geschossen wurde.

Unbekannte haben auf einem Firmengelände in Kaufungen auf Baustellenfahrzeuge geschossen - der Betrieb hat neben dem Schaden jetzt auch einen Verdienstausfall. Die Polizei sucht Zeugen.

Kaufungen/Lohfelden – Als er am Montagmorgen wie gewohnt die Tür zu seinem Arbeitsplatz öffnete, traute Paul Dawydow seinen Augen kaum. „Es war sechs Uhr morgens und noch dunkel, aber ich konnte auf dem Boden des Radladers etwas glitzern sehen“, erinnert sich der 55-jährige Maschinenführer der Firma Dieter Fasshold.

Bei näherem Hinsehen erkannte Dawydow Glassplitter. Die noch intakte, aber gesplitterte Frontscheibe aus Verbundglas verriet: Offenbar wurde auf das Fahrzeug geschossen, während es am Wochenende am Lager der Grube an der Windhäuser Straße abgestellt war. Auch auf einen zweiten Radlader sei geschossen worden. Alle Scheiben waren zerstört, die Scherben im Führerhaus und auf dem Boden verteilt, wie der Maschinenführer entdeckte.

Frank FassholdGeschäftsführer

„Wir haben daraufhin die Polizei gerufen und Anzeige gegen unbekannt erstattet“, sagt Geschäftsführer Frank Fasshold, dessen Firmenverwaltung in Lohfelden sitzt. Rund 7000 Euro Schaden seien entstanden. Hinzu komme noch der Verdienstausfall, weil zumindest einer der Radlader derzeit nicht mehr fahrtüchtig ist. Für Fasshold ist besonders ärgerlich, dass derzeit Hochkonjunktur herrsche. „Wir beliefern Windparks mit Sand.“ Der Vorfall unterbreche alles.

Er weist auch auf die Heftigkeit des Vorfalls hin: „Wir waren alle mal jung, aber hier Schüsse abzufeuern, geht weit über einen Streich dummer Jungen hinaus“, so der ebenfalls 55-Jährige. 19 mal hätten der oder die Unbekannten geschossen.

Fasshold hat bereits Erfahrung mit Vandalismus sammeln müssen. „Das bleibt bei einer Grube mit 190 000 Quadratmetern Größe nicht aus“, sagt der 55-Jährige. 2009 hatten sich zwei Jugendliche unbefugt Zutritt verschafft und waren mit einer 20 Tonnen schweren Planierraupe herumgefahren (wir berichteten). Die beiden konnten später geschnappt werden. Damit das auch jetzt gelingt, werde das Material der Überwachungskameras ausgewertet, in der Hoffnung, Hinweise auf den oder die Täter zu bekommen, so Fasshold.

Auf Hinweise hofft derweil auch die Polizei: „Wir haben die Anzeige aufgenommen und ermitteln wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung gegen unbekannt“, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz auf HNA-Anfrage. Teil der Ermittlungen sei auch, was für eine Waffe von dem oder den Tätern benutzt wurde. „Wir haben Metallkugeln am Tatort gefunden, mit denen möglicherweise geschossen wurde – und zwar zwischen Samstag, 15 Uhr und Montag, 6 Uhr“, so der Polizeisprecher. Wer Hinweise zu dem oder den Tätern oder der Tatwaffe geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise: 05 61/91 00.

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