Eine halbe Million Euro fehlt nach Sanierung noch

Kaufunger Dekanat hofft auf Spenden für Stiftskirche

Zu sehen ist eine Frau, die auf einer Kirchenbank in einer Kirche sitzt.
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Freut sich über die Stiftskirche: Dekanin Carmen Jelinek sitzt im Kirchenschiff des fast 1000 Jahre alten, frisch sanierten Gebäudes in Oberkaufungen.

Die Sanierung der Stiftskirche Kaufungen ist abgeschlossen. Allerdings fehlen laut Dekanin Carmen Jelinek noch rund 500.000 Euro. Nun hofft Jelinek auf Spenden.

Kaufungen – Rund 20 Ordner mit der Aufschrift „Stiftskirche“ stehen im Regal in Carmen Jelineks Büro. Doch zu den Akten gelegt werden kann das Thema Stiftskirche und ihre Sanierung nicht. Denn noch fehlt gut eine halbe Million Euro, um die groß angelegten Arbeiten am fast 1000 Jahre alten Kirchengebäude zu bezahlen.

Dekanin Jelinek schlüsselt die noch offenen Kosten so auf: Rund 330.000 Euro stehen für allgemeine bauliche Arbeiten aus und etwa 48.000 Euro für die Sakristei, das Stuhllager und die Küchenzeile. Oben drauf kommen noch 150.000 Euro für den Raum unterhalb der Kaiser- empore. „Da gab es statische Probleme, wodurch sich die Kosten für den Raum deutlich erhöht haben“, sagt die Dekanin. Derzeit würden noch Gespräche geführt, wie sich die Kosten bewältigen lassen. Gleichzeitig betont Jelinek: „Wir können noch Spenden gebrauchen.“

Trotz der noch fehlenden Summe ist der bescheidenen Dekanin auch ein wenig stolz abzuspüren. Kein Wunder: Knapp 5,5 Millionen Euro haben der Förderverein, die Kirchengemeinde sowie Bund, Land, Landeskirche und die Althessische Ritterschaft, die Rotarier, Freiheiter Bürger und viele andere zusammenbekommen. Alles, um die Stiftskirche zu erhalten. Natürlich stecken noch unzählige gesehene und ungesehene Arbeitsstunden in der Mammutsanierung, die 2003 mit der Gründung des Fördervereins begann und mittlerweile abgeschlossen ist.

Abgesehen vom neuen Glanz, in dem die Kirche erstrahlt, freut sich Jelinek noch an ganz praktischen Errungenschaft im Kirchengebäude: Zum Beispiel über die kleine Küchenzeile, weil hier auch mal Kaffee gekocht werden könne. Oder über den sehr vielseitigen Raum unterhalb der Empore. „In Coronazeiten kann man hier zum Beispiel desinfizieren.“ Der Raum diene aber auch als Rückzugsort, um Gottesdienste vorzubereiten. Und auch die erneuerte Wilhelm-Orgel macht der Dekanin Freude.

Blickt sie auf die Sanierung zurück, spricht Dekanin Jelinek gern von einem langen Atem, den alle Beteiligten bewiesen hätten. „Ohne den wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Schlussendlich könnten sich nun viele Menschen noch intensiver mit „ihrer“ Kaufunger Stiftskirche identifizieren, weil sie persönlich an ihrem Erhalt mitgewirkt haben, sagt Jelinek. Künftig sind laut Jelinek vorerst nur noch kleinere Schönheitsarbeiten im Gebäude zu erledigen. Sie nennt die Wandmalereien, die aufgehübscht werden könnten, ebenso wie den Altar. Aber jetzt könne man sich erst einmal über die Kirche freuen.

Weitere Infos zur Stiftskirche und zu Spenden finden Sie hier.

Von Moritz Gorny

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