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Kaufunger Fachwerkscheune nimmt Form an

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Von: Moritz Gorny

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Freuen sich über den Fortschritt an der Mansardenscheune: Silke Does (links) und Bärbel Schmeltzer vom Fachwerkverein Kaufungen.
Freuen sich über den Fortschritt an der Mansardenscheune: Silke Does (links) und Bärbel Schmeltzer vom Fachwerkverein Kaufungen. © Moritz Gorny

Die Kaufunger Fachwerkscheune soll im Juli fertig aufgebaut sein. Wegen steigender Materialpreise benötigt der Verein nun allerdings Spenden, um das Projekt weiter umsetzen zu können.

Kaufungen – Denkt man sich das Gerüst weg, sieht die Kaufunger Fachwerkscheune fast fertig aus. Die Gefache, also die Räume zwischen den Balken, sind ausgemauert, das Dach ist aufgesetzt – jetzt müssen Löcher gestopft, die Traufschalung und die Regenrinnen angebracht werden. Fenster und Tore fehlen ebenfalls noch – und dann folgt der Innenausbau.

Am vergangenen Wochenende haben die Helfer und Mitglieder des Fachwerkvereins ihre Arbeit an der historischen Mansardenscheune im Oberkaufunger Ortskern wieder aufgenommen. Nach rund dreimonatiger Winterpause ging es also wieder los. Bärbel Schmeltzer und Silke Does vom Fachwerkverein Kaufungen haben sich mit ihren Mitstreitern das Ziel gesetzt, die Scheune zum Heimatfest im Juli fertig zu stellen.

An sich sind die Erste Vorsitzende und ihre Stellvertreterin guter Dinge, denn die Arbeiten gehen voran. „Und wir haben tolle Helfer“, sagen die Beiden. Viele Ehrenamtliche packten an und sogar Firmen schickten Handwerker mit Werkzeug vorbei. „Größtenteils unentgeltlich“, sagt Does. „Ohne diese Hilfe wäre das nicht machbar.“

Etwas Sorgen bereiten den Fachwerkfans allerdings die Engpässe bei Materialien durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine. „Außerdem steigen die Preise und wir wissen natürlich nicht, wie weit“, sagt Schmeltzer. Um trotzdem genügend Geld für die kommenden Meilensteine zu haben, wie die Tore, Fenster, aber auch Estrich- und Trockenbauarbeiten, ist der Fachwerkverein jetzt auf Spenden angewiesen. Das Projekt koste nach derzeitigem Stand insgesamt 210 000 Euro. Davon trägt laut Does 55 000 Euro die Gemeinde, 105 000 Euro kommen aus der europäischen Regionalförderung und 50 000 Euro müsste der Verein selbst aufbringen.

Beim Projekt Fachwerkscheune erhält der Kaufunger Verein nicht nur finanzielle, sondern auch praktische Unterstützung von der Gemeinde Kaufungen. Die Verwaltung hat beispielsweise das entsprechende, rund 550 Quadratmeter große Grundstück zur Verfügung gestellt. Die Scheune soll künftig ein Fachwerkkompetenzzentrum beherbergen – eine Anlaufstelle für diejenigen, die ein Fachwerkhaus sanieren möchten. Was der 2016 gegründete Verein ohnehin schon anbietet, soll künftig also in den Räumlichkeiten der Scheune passieren.

Service: Infos zum Verein unter fachwerk-kaufungen.de. Kontakt für Spenden: Silke Does, E-Mail: dradoes@outlook.de

Von Moritz Gorny

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