Ab Montag fahren mehr Busse

Lossetal: Kein Bus- und Tram-Verkehr am Wochenende

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So sah es am Tag des Unfalles an der Haferbachbrücke aus: Die Gleise der Tramlinie 4 sind stark verzogen.

An diesem Wochenende fahren weder Bus noch Tram zwischen Kaufungen-Papierfabrik und Hessisch Lichtenau.

Ab Montag soll dann alles besser werden: Ein externes Unternehmen übernimmt den Ersatzverkehr und die Busse fahren im Takt der Tram.

Wer im Lossetal auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, der braucht momentan ganz viel Geduld und am besten ein Auto. Besonders hart wird es an diesem Wochenende, dann liegt der Nahverkehr komplett brach. Ab Montag soll aber alles besser werden: Wie die Regionalbahn Kassel (RBK) mitteilte, sollen ab dann mehr Busse zwischen Kaufungen-Papierfabrik und Hessisch Lichtenau verkehren und auch wieder im Takt der Straßenbahn fahren.

„Wir werden zusätzlich Busse eines überregional auf längerfristigen Schienenersatzverkehr spezialisierten Verkehrsunternehmens einsetzen“, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der RBK. So sollte sich ab Montag die Situation entspannen und der Nahverkehr in den kommenden Wochen stabiler und zuverlässiger laufen.

Der Komplettausfall an diesem Wochenende lasse sich aber nicht vermeiden: „Durch den bereits seit zwei Wochen laufenden Schienenersatzverkehr und die zahlreichen Zusatzangebote wie beim Sommernachts-Open-Air am vergangenen oder der Museumsnacht und der Connichi an diesem Wochenende ist die personelle Kapazitätsgrenze bei den regionalen Anbietern mittlerweile überschritten.“

Bitte um Respekt gegenüber Fahrern

Die Situation sei für die Fahrgäste sehr herausfordernd, dessen sei man sich bewusst, sagt Pijanka. Trotzdem gelte: „Wir bitten dringend um Respekt gegenüber den Fahrern.“ Diese seien in den vergangenen Wochen zum Teil sehr aggressiver Kritik ausgesetzt gewesen. Dabei würden die Fahrer sogar ihre Dienste an ihren freien Tagen zusätzlich und freiwillig leisten. „Die Fahrer, die Beschäftigten der beteiligten Verkehrsunternehmen, die Gutachter und Genehmigungsbehörden arbeiten engagiert an einer möglichst kurzfristigen Lösung“, verspricht Pijanka.

Für die Befahrbarkeit der Brücke in Niederkaufungen zeichnet sich allerdings keine kurzfristige Lösung ab. Gegen die Unterführung an der Straße „Am Haferbach“ war am 22. August ein Lkw gefahren und hatte dabei das ganze Bauwerk verschoben. „Das tatsächliche Ausmaß der Beschädigung der Haferbachbrücke wurde erst durch das aktuelle, zweite Gutachten bekannt, sodass die bis dahin geplanten Reparaturen an der aus dem Jahr 1878 stammenden Brücke nicht umgesetzt werden konnten“, teilt Pijanka mit.

Eigentlich sei angedacht gewesen, dass das beschädigte Bauwerk durch das Anschweißen von Verstärkungen für den Bahnbetrieb kurzfristig wieder befahrbar gemacht werden könne. Nun werde geprüft, ob das Verschrauben von Stahlträgern für ausreichend Stabilität sorgen könnte. Die endgültigen Ergebnisse würden Ende September erwartet. „Die RBK tut alles, um die Brücke schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen“, sagt Pijanka. „Absoluten Vorrang hat aber die Sicherheit. Solange diese nicht garantiert und durch Gutachter bestätigt wird, kann eine Inbetriebnahme der Strecke nicht erfolgen.“

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