Wasserverband hat Bau bei Helsa beschlossen

Schutz vor Hochwasser im Lossetal: Becken für zwölf Millionen Euro soll Losse zähmen

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Ruhiger Bach mit Zerstörungspotenzial: Die Losse „Am Besenmarkt“ in Kaufungen.

Um die Orte im Lossetal künftig besser vor Hochwasser zu schützen, hat der Wasserverband Losse kürzlich den Bau eines Schutzsbeckens bei Helsa beschlossen.

Es soll bei Helsa im Bereich Waldhof entstehen und ein Fassungsvermögen von rund 582.000 Kubikmetern haben.

Welch zerstörerische Kraft die eigentlich beschauliche Losse entwickeln kann, haben ihre Anrainer in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach erfahren müssen. Zum Beispiel 2007, als schwere Regenfälle den Fluss über die Ufer treten ließen und in Hessisch Lichtenau, Helsa und Kaufungen mehrere Straßen und auch einige Keller unter Wasser gesetzt wurden.

Doch die Kosten für Bau und Instandhaltung des Beckens – rund zwölf Millionen Euro – schüttelt der Wasserverband nicht mal eben aus dem Ärmel. Um das Projekt in die Tat umzusetzen, rechnet der Verband mit einer Förderung des Landes Hessen.

„Derzeit beträgt die Förderquote 80 Prozent“, sagt Andreas Graf, Geschäftsführer des Wasserverbandes Losse. Demnach würde das Land 9,6 Millionen Euro beisteuern. „Die Förderung ist unabdingbar, da die Verbandsmitglieder die hohen Kosten allein nicht schultern können“, ergänzt Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß, der gleichzeitig auch Vorsteher des Wasserverbands ist.

Video aus dem Archiv: Hochwasser im Kreis Kassel

Wie hoch die endgültige Förderung sein wird, werde man aber erst mit dem Eingang des Förderbescheides wissen. Bis das Becken tatsächlich gebaut werden kann, wird aber noch viel Wasser die Losse hinabfließen: Laut Wasserverband beginnt nun die Planungs- und Genehmigungsphase, die allein rund zwei Jahre in Anspruch nimmt. In dieser Zeit werde auch die Fördersumme beim Land Hessen beantragt und der genaue Standort des Beckens bestimmt. Der eigentliche Bau wird ebenfalls noch einmal rund zwei Jahre dauern.

Wenn das Becken im Bereich Waldhof fertig ist, sei zumindest Helsa vor einem Jahrhunderthochwasser geschützt. „Kaufungen aber noch nicht“, so Roß. Dazu müsse ein weiteres Becken mit rund 503 000 Kubikmetern Volumen nahe der Kunstmühle gebaut werden. Damit könne aber erst begonnen werden, wenn der Hochwasserschutz bei Helsa fertig ist. 

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