Förderverein Stiftskirche wagt nach Corona-Pause wieder eine Stiftsweihnacht

Marktstände in Kaufungen sind schon ausgebucht

Buntes Treiben zwischen Fachwerkhäusern: So könnte es auch in diesem Jahr wieder rund um die Stiftskirche in Kaufungen aussehen. Archiv
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Buntes Treiben zwischen Fachwerkhäusern: So könnte es auch in diesem Jahr wieder rund um die Stiftskirche in Kaufungen aussehen.

Vor einem Jahr hat die Corona-Pandemie die Tradition der Stiftsweihnacht in Kaufungen unterbrochen. Dieses Jahr wagen der Verein als Träger und die Gemeinde Kaufungen als Mitveranstalter den Neuanfang. Am dritten Adventswochenende, vom 10. bis 12. Dezember, sollen an der Stiftskirche wieder Markt- und Glühweinstände, Live-Musik und Kunsthandwerk Tausende Besucher aus der Region nach Kaufungen locken.

Plakate und Werbekarten sind schon gedruckt, der Weihnachtskalender ist schon in Auftrag gegeben. Doch der Förderverein steht noch ganz am Anfang der Planung. „Der Weihnachtsmarkt wird etwas anders daherkommen als gewohnt. Wir wollen die Abstände zwischen den Gastronomieständen auflockern, damit die Besucher besser Abstände einhalten können“, sagt Rolf Müller vom Orgateam der Stiftsweihnacht. Damit es mehr Platz gibt, werden auf dem Stiftshof weniger Buden aufgestellt werden. Dafür wird der Kirchgarten vor der Stiftskirche als zusätzlicher Raum genutzt. Der noch nicht ganz fertiggestellte Mehrzweckpavillon soll als Informationsstand für die Besucher dienen. Dieser war bisher auch auf dem Stiftshof zu finden. Ein weiterer Schauplatz der Stiftsweihnacht wird im Erdgeschoss des Heimatmuseums und im Mitmach-Haus sein.

Kaufungen - Die Entscheidung, trotz der noch nicht abgeklungenen Pandemie die Stiftsweihnacht zu organisieren, sei erst diesen Montag gefallen, sagt Müller. Nach derzeitigem Stand der hessischen Corona-Regeln müsse man für Veranstaltungen im Freien kein Hygiene-Konzept ausarbeiten und die Besucher auch nicht registrieren. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass dies auch in acht Wochen noch so ist, gebe es natürlich nicht.

Der Optimismus scheint aber bei allen Beteiligten groß zu sein. „Der Markt ist schon ausgebucht. Wir haben eine lange Warteliste“, berichtet Müllers Mitstreiter im Orgateam, Bernhard Weingart. Etwa 60 Aussteller würden erwartet. Darunter sind unter anderem Drechsler, Holzkunsthandwerker, Seifenmacher und Goldschmiede.

Wie das musikalische und kulturelle Rahmenprogramm aussehen wird, steht noch nicht fest. „Wir schauen, was möglich ist. Es wird auf jeden Fall Musik geben“, sagt Dekanin Carmen Jelinek, Vorsitzende des Fördervereins. Das Problem: Bei Veranstaltungen in der Stiftskirche oder in der Zehntscheune gelten strengere Corona-Regeln als draußen. Daher würden möglicherweise in der Scheune nur Stehtische auf gehörigen Abstand gestellt und 2- oder 3G-Regeln gelten. Das Nähere müsse noch mit der Gemeinde abgesprochen werden. Reden muss der Förderverein auch noch mit dem NVV über die Corona gerechte Organisation des Shuttle-Angebots zur Stiftskirche.

Mindestens 200 ehrenamtliche Helfer sind während der Stiftsweihnacht beschäftigt. Der Förderverein sucht noch neue Mitstreiter, die sich beispielsweise mit Elektrik auskennen, bei der Verköstigung der Besucher helfen oder beim Legen der Böden für die 41 Holzhütten mithelfen. (Peter Dilling)

Kontakt: Rolf Müller, r.mueller-kfg@web.de

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