Verspätungen und Ausfälle

Nach Brückenschaden: Zusätzliche Busse sollen Lage im Lossetal entspannen

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Seit gestern im Einsatz: Die Busse der Unternehmens Miabus verstärken den Ersatzverkehr zwischen Kaufungen-Papierfabrik und Hessisch Lichtenau.

Verspätungen und Ausfälle haben Pendler im Lossetal ertragen müssen. Jetzt sollen Busse als Ersatz für die Tram-Linie 4 wieder nach den regulären Fahrzeiten fahren.

Das hat am Montagmorgen auch geklappt – wir sind mitgefahren und und haben mit Schülern, Pendlern und Rentnern gesprochen, wie sie die vergangenen Wochen erlebt haben.

Was viele von ihnen nicht erwartet hätten: Pünktlich zur Arbeit, Schule oder zu Terminen zu kommen. Doch das ist dank des Sonderfahrplans der Linie 4, der auf der KVG-Homepage nur im Ticker einzusehen ist, wieder möglich. „Ein Bus ersetzt eine Tram. Die Taktung ist dieselbe“, sagt Ingo Pijanka, KVG-Sprecher. Ein Fahrkartenkauf im Zug sei aber nicht möglich. Fahrgäste sollten sich im Vorfeld an den Vorverkaufsstellen oder über die NVV-App ein Ticket kaufen.

Ersatzbusse statt Tram im Lossetal: "Viele sind abgeschreckt"

„Diese Haltestelle wird nicht bedient“, steht dann auch am Montag noch auf den Anzeigen der Haltestellen entlang der Strecke. Trotzdem: Pünktlich um 7.53 Uhr startet der Bus von der Verkehrsgesellschaft Miabus, die seit Betriebsbeginn am Montag den Bus-Verkehr auf der Strecke zwischen Kaufungen-Papierfabrik und Hessisch Lichtenau übernimmt, an der Haltestelle Bürgerhaus in Hessisch Lichtenau. Bis zur Endstation in Kaufungen sind es 15 Stationen.

Einer der ersten Fahrgäste, die an diesem Morgen in den Bus steigen, ist Roland Wittmann, der auf dem Weg nach Hofgeismar ist. Er ist verwundert, dass um diese Uhrzeit noch nicht so viel los ist wie normalerweise: „Viele sind abgeschreckt. Die Informationen sind sehr missverständlich.“ In den vergangenen Tagen habe er andere schon öfter darauf hinweisen müssen, dass der Ersatzverkehr verspätet oder gar nicht kommt.

Ab hier fährt die Tram wieder: Fahrgäste warten an der Station Kaufungen-Papierfabrik, um nach Kassel zu fahren. 

Am vergangenen Wochenende habe Wittmann außerdem Schadensersatz bei der KVG geltend gemacht, da seine Monatskarte am Wochenende nutzlos war. „Die KVG ist verpflichtet, einen Ersatzverkehr einzurichten.“

Dieser sorgte jedoch in den vergangenen Wochen für viel Ungewissheit und Ärger bei den Fahrgästen. „Die Kinder kommen zu spät zur Schule und ich komme zu spät zur Arbeit“, sagt Maria Ademvit, die täglich mit dem Bus von Eschenstruth nach Kassel zur Arbeit fährt. „Es ist, als ob man eingesperrt wäre“, sagt eine 64-Jährige aus Kaufungen, die auf den Nahverkehr angewiesen ist.

Probleme an Endhaltestelle

„Es gab teilweise halb- bis mehrstündige Verspätungen“, so Wittmann. „Das ist schon ein Handicap. Es ist ständig irgendwas“, sagt auch Sigrid Franke aus Walburg, die eine schnellere Route der Busse bevorzugen würde. „Die Fahrzeit hat überhaupt nicht gestimmt. Ich bin froh, wenn die Bahn wieder fährt, da gab es keine Probleme“, sagt Ademvit.

Probleme gab es auch an der Endstation Kaufungen-Papierfabrik. Entweder seien die Bahnsteige und Bahnen so voll und ausgelastet gewesen, dass man drei bis vier Bahnen abwarten musste, sagt Ademvit. Oder man hätte eine Stunde warten müssen, bis der Bus kommt, fügt Sabine Beckmann hinzu. Sie habe sich auch schon mal ein Taxi für den Rückweg nach Kaufungen bestellt, da es ihr zu lange dauerte.

Die Situation an der Linie 4 hat sich durch die Busse der Verkehrsgesellschaft Miabus am Montag etwas entspannt. Wie lange hier ihre Busse noch fahren müssen, bleibt allerdings abzuwarten. Denn ab wann die kaputte Brücke, die den Schienenersatzverkehr erst nötig macht, wieder nutzbar ist, bleibt unklar.

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