Geplantes Gebäude soll mehrere Zwecke erfüllen

Neuer Pavillon auf Stiftsareal in Oberkaufungen

Eine Illustration des Pavillons auf dem Stiftsareal bei Oberkaufungen.
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So soll der Pavillon aussehen: In dem Gebäude werden Tickets verkauft. Obendrein soll hier aber auch Platz für weitere Toiletten entstehen, ebenso wie für ein Lager. Illustration: Architekturbüro v. Trott zu Solz/nh

Kaufungen – Es wird weiter gebaut auf dem Oberkaufunger Stiftsareal: Nachdem erst die Stiftskirche aufwendig saniert wurde und seit Kurzem der historische Kreuzgang aufgehübscht wird, kommt bald ein weiteres Bauwerk hinzu: In diesem Jahr soll auf der Grünfläche an der Kaufunger Stiftskirche der Bau eines Pavillons beginnen.

Das Gebäude soll gleich mehrere Zwecke erfüllen: „Es wird Platz für einen Kiosk, den Kartenverkauf, ein Stuhllager und weitere Toiletten bieten“, sagt Henn-Wolfram Riedesel Freiherr zu Eisenbach, kurz: Baron Riedesel, bei der Vorstellung der Pläne. Baron Riedesel ist der Obervorsteher der Stiftung Althessische Ritterschaft, die den Bau gemeinsam mit der Gemeinde Kaufungen und der evangelischen Kirchengemeinde Oberkaufungen auf die Beine stellt.

Für Pfarrer Bernhard Hartmann ist der Pavillon „ein unendlicher Gewinn“. Schließlich finden in der Stiftskirche Konzerte statt und auch sonst gebe es auf dem Stiftsareal viele Veranstaltungen. „Da stehen die Besucher an den bisherigen Toiletten Schlange“, sagt der Vertreter der evangelischen Kirche Oberkaufungen. Und auch das Stuhllager komme gerade recht, weil so mehr Platz im Kirchengebäude entstehe. „Die Praxis legt nahe: Wir brauchen ein extra Gebäude“, so der Geistliche.

Auch seitens der Gemeinde Kaufungen ist man begeistert: „Der Standort ist super und das Projekt unabdingbar“, sagt die Erste Beigeordnete Doris Bischoff. Das zeitlose Aussehen des Neubaus mit den Maßen 13 mal 5 Meter werde sich gut in das historische Ensemble nahe der Stiftskirche einfügen.

Damit die Trinität aus Stiftung, Kirchengemeinde und Kommune den Bau für über 295 000 Euro stemmen kann, gibt es eine Finanzspritze vom Bund. 161 000 Euro überbrachte Bundestagsmitglied Timon Gremmels (SPD) am Mittwoch.

Der Landkreis Kassel hatte bei dem Förderantrag mit seinem Servicezentrum Regionalentwicklung geholfen. Er könne Vereine, Privatpersonen, Wirtschaftsbetriebe und Kommunen im Landkreis nur immer wieder ermutigen, sich um Fördergeld zu bewerben, sagte Vizelandrat Andreas Siebert bei der Übergabe.

Jetzt, wo das Geld da ist, können die Ausschreibungen losgehen. „Wir wollen so bald es geht mit dem Bau anfangen“, sagt Baron Riedesel. Ziel ist, dass ab dem kommenden Sommer schon Karten aus dem Pavillon verkauft werden können.

Von Moritz Gorny

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