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Oberkaufunger üben Kritik: „Wir fühlen uns ausgesperrt“

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Von: Moritz Gorny

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Hat für die Sperrung der Niester Straße kein Verständnis: Manfred Reuter, der am Fichtenweg in Oberkaufungen wohnt.
Hat für die Sperrung der Niester Straße kein Verständnis: Manfred Reuter, der am Fichtenweg in Oberkaufungen wohnt. © Moritz Gorny

Oberkaufunger fühlen sich seit Montag vom Rest des Dorfes abgeschnitten. Mit dem Auto kommen sie nur über einen Umweg ins Oberkaufunger Altdorf oder in andere Bereiche. Grund ist die Sperrung der Niester Straße.

Kaufungen – Für die Umbauarbeiten der Bushaltestellen „Bahnhof“ ist der Abschnitt zwischen der alten Ziegelei und der Straße Am Wolfsberg gesperrt. Voraussichtlich bis zum 2. September rollen hier noch die Bagger. Bürger kritisieren den Einschnitt seitens der Gemeinde Kaufungen.

Einer von ihnen ist Manfred Reuter. Der Anwohner des Finkenwegs moniert, dass er rund 18 Kilometer Umweg in Kauf nehmen muss, um mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren. Weil ein Straßenabschnitt von rund 150 Metern Länge blockiert ist, bleibe nur der Weg über den Sensenstein und an Gut Windhausen vorbei. Der 80-Jährige findet mit „Wahnsinn“ und „Gaga“ klare Worte, um die Verkehrsregelung zu bewerten. „Wir fühlen uns ausgesperrt.“

Einige andere Anwohner im Bereich der Niester Straße treffe es noch härter als ihn, sagt Manfred Reuter. Sie seien auf Hilfe angewiesen, wie Essenslieferungen, Pflegedienste oder eventuell mal einen Notarzt. Diese müssten nun deutlich mehr Zeit wegen längerer Wege einkalkulieren. Gleiches gelte für alle, die sonst über die Niester Straße Richtung Nieste fahren. „Und das bei den hohen Spritpreisen und dem gebotenen Naturschutz.“ Reuter hat dafür kein Verständnis. Sein Nachbar, Egon Bader, pflichtet ihm bei: „Man schneidet so ein ganzes Wohngebiet ab“, mahnt der Oberkaufunger an. Bei der Sperrung sei offenbar wenig an die Menschen gedacht worden.

Für Reuter und Bader wäre eine halbseitige Sperrung der Niester Straße verträglich gewesen. „Doch das hat man wohl nicht in Erwägung gezogen“, sagt Reuter. Ebenso wenig wie eine kürzere Umleitung.

Reuter bringt ins Spiel, dass im Zuge der Bauarbeiten hoffentlich der angekündigte Zebrastreifen auf der Niester Straße eingerichtet wird.

Auf HNA-Anfrage zu dem Thema kam gestern seitens der Gemeinde, über die die Verkehrsregelung an der Niester Straße angeordnet wird, bis Redaktionsschluss keine Antwort.
wort.

Von Moritz Gorny

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