Bavema zieht Bauantrag für Projekt zurück

Plan für Praxiszentrum in Niederkaufungen platzt

Auf dieser Wiese zwischen Leipziger Straße, Straßenbahnschienen und Setzebach sollte das Gesundheitszentrum entstehen.  
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Auf dieser Wiese zwischen Leipziger Straße, Straßenbahnschienen und Setzebach sollte das Gesundheitszentrum entstehen.  

Das Praxiszentrum, dass in Niederkaufungen entstehen sollte, ist Geschichte. Laut Bürgermeister Arnim Roß (SPD) hat die Firma Bavema Immobilien GmbH als Bauträgerin ihren Bauantrag zurückgezogen.

Kaufungen – Bavema-Geschäftsführer Martin Boulnois begründete den Schritt wie folgt: „Wir konnten das Projekt nicht mehr so wie geplant verwirklichen.“ Näheres wollte er dazu gegenüber der HNA aber nicht sagen.

Dem Vernehmen nach sollten sich drei Praxen in dem Zentrum niederlassen: eine für Innere Medizin, eine für Podologie (Fußpflegerin) und eine für Physiotherapie.

Seit die Pläne für das Gesundheitszentrum im August bekannt geworden waren, hatte es darum immer wieder Diskussionen gegeben. Kritikpunkte waren die Lage am Rande Niederkaufungens, ebenso wie die Erreichbarkeit, die von einigen Gemeindevertretern als nicht optimal angesehen wurde.

Nicht zuletzt hatte es auch wegen des Bebauungsplans Zwist gegeben. Grund dafür war die Tatsache, dass der ursprüngliche Bebauungsplan der Fläche im Bereich des Setzebachs eigentlich kein Zentrum mit mehreren Praxen zuließ. Schließlich handelte es sich um ein Allgemeines Wohngebiet. Eine einzelne Praxis hätte dem Bebauungsplan entsprochen, drei hingegen nicht.

Dementsprechend war das Bauprojekt im Oktober auf Eis gelegt worden. Anfang Dezember folgte die Entscheidung, den Bebauungsplan abzuändern – aus dem Allgemeinen Wohngebiet sollte nun ein Mischgebiet werden, sodass für das Gesundheitszentrum der Weg frei geräumt war.

Nach langem Hin und Her ist das Vorhaben nun ganz vom Tisch: Entsprechend fällt die Reaktion aus dem Rathaus auf die Entscheidung der Firma Bavema aus. „Die Gemeinde bedauert diesen Schritt“, heißt es.

Auf die Frage, ob nun geplant ist, für Alternativen zu sorgen, antwortet die Gemeinde unspezifisch: Eine wichtige Voraussetzung für den Zuzug von Ärzten sei das Angebot von guten und modernen Praxisräumen. Diese entstünden durch private Investitionen, heißt es weiter.

Darum werde die Gemeinde solche Initiativen weiterhin unterstützen, indem sie günstige Rahmenbedingungen schafft. Wesentlich für die Daseinsvorsorge in den Ortsteilen sei „eine gute und vielseitige ärztliche Versorgung sowohl mit Hausärzten als auch mit Fachärzten“.

Von Moritz Gorny

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