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Schwere Investorensuche für Kaufunger Anlage – Über Pläne wird diskutiert

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Von: Moritz Gorny

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Bislang konnte für das Stiftsgut in Oberkaufungen noch kein neuer Besitzer oder Investor gefunden werden.
Bislang konnte für das Stiftsgut in Oberkaufungen noch kein neuer Besitzer oder Investor gefunden werden. © moritz gorny

Für das Stiftsgut in Oberkaufungen konnte bislang noch kein neuer Besitzer oder Investor gefunden werden, auch die rechtlichen Schritte für den Umbau verzögern sich.

Kaufungen – Pläne, wie das historische Stiftsgut in Oberkaufungen künftig aussehen könnte, stehen bereits seit rund einem Jahr grob fest. Die landwirtschaftlich genutzte Liegenschaft soll zum Wohn- und Arbeitsraum werden. Nun gestaltet sich offenbar die Suche nach einem Investor schwierig, der die Pläne umsetzt. Auch rechtliche Schritte für den Umbau verzögern sich, wie zuletzt in der Kaufunger Bauausschusssitzung deutlich wurde.

Was schon als Gerücht im Dorf kursiert, bestätigt der Noch-Eigentümer Christian Karst auf Anfrage: Ein Vertrag mit einem Käufer oder Investor sei bislang nicht unterschrieben. Man führe Gespräche, noch halte Karst es aber für zu früh, Ross und Reiter zu nennen. „In zwei bis drei Monaten können wir mehr sagen“, sagt er. Der ursprünglich geplante Baubeginn im Frühjahr 2023 erscheint höchst unwahrscheinlich.

Für das Projekt war von einem niedrigen, zweistelligen Millionenbetrag die Rede. Das Konzept für den Komplex, der teils unter Denkmalschutz steht, liefert das Kasseler Architekturbüro Sprengwerk. Wie Sprengwerk-Mitarbeiter kürzlich im Bauausschuss erläutert haben, sind die Baupläne abgeändert worden, sodass die Unterlagen erneut für die Öffentlichkeit ausgelegt werden müssen.

Ob Planungsunterlagen zur Einsicht ausgelegt werden, entscheidet sich am 6. Oktober

Neu ist vor allem die Gewichtung von Wohnen und Gewerbe: So stünden weniger Gewerbeflächen zur Verfügung. Statt neun Einheiten sind noch zwei vorgesehen, bei Wohneinheiten kommt eine hinzu, es sollen 46 entstehen.

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Kaufunger Parlamentarier beschlossen, der Entwurf für den Bebauungsplan werde für die Öffentlichkeit offen gelegt: Sprich, dass beispielsweise Privatpersonen Einwände oder Anmerkungen äußern können. Das ist im Dezember und Januar passiert.

Ob die Planungsunterlagen erneut für einen Monat zur Einsicht ausgelegt werden, diskutieren und entscheiden die Gemeindevertreter gegebenenfalls am kommenden Donnerstag, 6. Oktober. Der Bauausschuss hat dem Parlament mehrheitlich empfohlen, diesen Prozess einzuleiten.

Von Moritz Gorny

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