Sturmtief Friederike gab Trimm-dich-Pfad den Rest: Unter Bäumen begraben

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Nichts mehr zu erkennen: Hier ging es vor Jahren auf den Trimm-dich-Pfad mit zwölf Stationen und Wassertretstelle. Nur die Metallstange steht noch, an der ein Schild auf den Trimm-dich-Pfad hingewiesen hat. Weit kommt man nicht, dann versperren umgestürzte Bäume den Weg.

Nach 150 Metern ist Schluss: Sturmtief Friederike hat ganze Arbeit geleistet. Umgestürzte und abgebrochene Bäume, armdicke Äste und Gestrüpp versperren den Weg des ehemaligen Trimm-dich-Pfades in Niederkaufungen.

Man muss nur ein bisschen geduldig sein und die Straße „Am Haferbach/Pfingstweide“ in Niederkaufungen lange genug weiterfahren, um in eine idyllische Landschaft zu gelangen. Vorbei an der Tierklinik und dem Reiterhof, kommt man an einen Parkplatz. Von dort aus hatte man vor Jahren die Möglichkeit, sich auf einem Trimm-dich-Pfad fit zu halten.

Der Parkplatz ist noch da, aber der Trimm-dich-Pfad ist schon seit vielen Jahren verschwunden. Neben einer Wanderkarte, die auch nicht mehr den besten Eindruck macht, steht nur noch der Metallpfosten, an dem vor Jahren einmal das Schild zum Pfad befestigt war. Ein Spaziergänger, der namentlich nicht genannt werden wollte, erzählt mehr: „Das Sturmtief Friederike hat dem Pfad im Januar den Rest gegeben, aber auch vorher schon wurde sich seit mehreren Jahren nicht mehr um den Erhalt des Parcours gekümmert.“ Früher hätte sich mal ein Rentner um die zwölf Stationen mit Wassertretstelle gekümmert, aber leider sei er verstorben und seitdem habe nie wieder jemand etwas gemacht, auch die Gemeinde nicht, erklärt er.

Man kann es kaum glauben, dass sich hier einmal ein Trimm-dich-Pfad befunden haben soll, denn nach 150 Meter Wegstrecke ist Schluss: Umgestürzte Bäume, armdicke Äste und endloses Gestrüpp versperren den Weg. Auch ist nicht mehr zu erkennen, wo der Pfad entlang ging.

Iris Sager von der Gemeinde Kaufungen teilt auf Anfrage mit, dass der Pfad seit sieben Jahren nicht mehr genutzt werden kann. Auch sei nicht geplant, den Weg wieder instand zu setzen oder an anderer Stelle einen neuen Trimm-dich-Pfad anzulegen. „Durch die Zerstörung der Fläche, die das Sturmtief im Januar angerichtet hat, ist dort keine Renaturierung vorgesehen“, erklärte sie dazu und ergänzt: „Das Fithalten hat sich im Laufe der Jahre auch geändert. Heute gehen die Menschen eher in ein Fitnessstudio.“

Der Kaufunger Pfad entstand wie viele andere in der Region im Zuge der Trimm-dich-Bewegung in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre.

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