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Zweiter Anlauf für größeren Ruheforst: Kaufunger Begräbnisstätte soll erweitert werden

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Von: Moritz Gorny

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In diesem Bereich könnten künftig Menschen ihre letzte Ruhe finden: Revierförster Carl Hellmold lehnt an einer rund 15 Jahre alten Hainbuche, die als Bestattungsbaum herhalten könnte.
In diesem Bereich könnten künftig Menschen ihre letzte Ruhe finden: Revierförster Carl Hellmold lehnt an einer rund 15 Jahre alten Hainbuche, die als Bestattungsbaum herhalten könnte. © moritz gorny

Nach einer etwas längeren Startphase soll das Gebiet auf einer Fläche von rund 16 Hektar um Bäume erweitert werden. Dem Plan haben die Kaufunger Gemeindevertreter kürzlich zugestimmt, zum zweiten Mal.

Kaufungen – Einst haben sich die Menschen die letzte Ruhe auf einem klassischen Friedhof gewünscht, mittlerweile sind Stätten im Wald im Trend: Das spürt auch Carl Hellmold, Revierförster des Ruheforsts Kaufungen. „Der Zuspruch ist enorm.“

Nun wird ein zweiter Anlauf genommen für einen größeren Ruheforst. Auch wenn im Forst die Uhren anders ticken, Projekte über Jahrzehnte gedacht werden wie die Lebenserwartung von Bäumen, drängt laut Hellmold die Zeit: „Rund drei Viertel der Bestattungsplätze sind bereits belegt und wir brauchen mehr Platz.“ Um den zu schaffen, brauchte Hellmold schon vor den eigentlichen Forstarbeiten einen langen Atem.

Denn zunächst hatte der Förster mit einer neuen Fläche östlich des derzeitigen Ruheforsts geplant (Grafik). Diese Idee fiel aber der Autobahn 44 zum Opfer – oder zumindest dem Vorhaben, sie durch das Lossetal zu bauen. Denn der neuerliche Ruheforst hätte womöglich Ersatzbrunnen berührt, die für den Tiefbrunnen Kohlenstraße hätten angezapft werden müssen. Letzterer sollte während der Bauphase möglicherweise abgestellt werden.

Zu viele Unbekannte und Unsicherheiten, fand Hellmold und modelte im ersten Quartal dieses Jahres die Planung kurzerhand um. Den neuerlichen Verfahrensstart haben die Kaufunger Gemeindevertreter nun mit einem Aufstellungsbeschluss ins Rollen gebracht.

„Die Unterlagen müssen dann noch öffentlich ausgelegt werden“, sagt Hellmold. Er hofft, dass er im kommenden Herbst mit den Arbeiten im neuen Ruheforst, der hauptsächlich aus Bergahornen und Hainbuchen besteht, beginnen kann. Wege anlegen, den Wald etwas ausdünnen und eventuell ein kleiner, neuer Andachtsplatz stünden auf dem Programm, sagt der Revierförster. Für die letzte Ruhe im Stiftswald.

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