Unterschriften gesammelt 

Kaufunger Anwohner fordern erneut Zebrastreifen an Niester Straße

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Sie haben eine klare Forderung: Die Kaufunger, die die Niester Straße regelmäßig überqueren müssen, wollen, dass ihr Weg sicherer gemacht wird.

Wenn zu einem einfachen Fototermin trotz brütender Hitze rund 60 Anwohner kommen, wird klar, dass das Thema den Bürgern auf der Seele brennt. Es geht um die Niester Straße in Kaufungen.

Vor allem um den Abschnitt zwischen der Straße Am Wolfsberg und der S-Bahn-Brücke. Viele haben selbst gebastelte Schilder mitgebracht, halten sie den herannahenden Autofahrern entgegen.

Es soll sich etwas ändern: „Für Fußgänger ist die Niester Straße an dieser Stelle immer eine Herausforderung und gleichzeitig ist das die einzige Verbindung in den Ort und zurück“, sagt Karl Nesemann, Anwohner und einer der Wortführer. Sinnesgänge, Tram-Station mit Parkplatz, Wanderweg und vieles mehr – alles bündelt sich hier. „Es herrscht viel Verkehr, die Strecke ist von allen Seiten unübersichtlich und mich wundert es, dass hier noch kein schlimmer Unfall passiert ist“, ergänzt Nesemanns Mitstreiterin Christiane Kohl.

Ältere Menschen haben es schwer

Vor allem für Kinder sei das ein großes Problem: „Die Kleinen können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht richtig einschätzen und müssen hier aber immer über die Straße.“ Ob zur Kita, zur Schule oder zum Spielplatz. „Ich lasse meine Kleinen hier nicht allein rüber – aus Angst“, sagt Nesemann über seine 4- und 6-jährigen Kinder. Aber nicht nur für die Jüngsten sei die Straße ein echtes Hindernis. „Auch ältere Menschen haben es hier schwer. Und nicht nur die mit Rollator, auch ich muss hier sehr aufpassen“, sagt Nesemann.

Die Gruppe fordert: „Wir wollen, dass sich hier etwas tut, was den Fußgängern Sicherheit bietet.“ Das könne ein Zebrastreifen sein, oder auch eine andere Lösung, „Hauptsache wir kommen hier besser rüber“, betont Christiane Kohl.

Bereits 2014 einen Zebrastreifen gefordert

Die Forderung steht nicht zum ersten Mal im Raum. „Wir haben bereits 2014 einen Zebrastreifen gefordert“, sagt die dreifache Mutter. Doch der Landkreis Kassel, die zuständige Behörde, erteilte eine Absage. Zu gering seien die Fußgängerzahlen gewesen. „Immerhin wurde Tempo 30 von montags bis freitags von 6 bis 15 Uhr eingerichtet.“ Aber das reiche nicht. „Denn das Verkehrsaufkommen hat sich hier seitdem weiter erhöht und es sind auch viel mehr Fußgänger unterwegs.“ Obendrein seien hier oft Raser unterwegs. Um ihrem Unmut auch bei der Gemeinde Luft zu machen, übergaben Kohl und Nesemann bei der vergangenen Kaufunger Bürgerversammlung eine Liste mit Unterschriften von 27 Familien mit insgesamt 49 Kindern.

Die Gemeinde Kaufungen verweist an den Landkreis Kassel: „Der Landkreis ist zuständig für den Fußgängerüberweg“, sagt Harald Stückrad, Leiter des Ordnungsbehördenbezirks in Kaufungen.

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