Impfungen im Kreis Kassel

Keine Corona-Schnelltests für Kita-Kinder: Kommunen wünschen sich klare Teststrategie

Corona im Landkreis Kassel: Viele wünschen sich eine Strategie für die Kinder in den Kitas. (Symbolbild)
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Corona im Landkreis Kassel: Viele wünschen sich eine Strategie für die Kinder in den Kitas. (Symbolbild)

Die Corona-Pandemie nimmt wieder zunehmend Fahrt auf. Auch im Kreis Kassel steigen die Zahlen wieder. Eine Test-Strategie für Kita-Kinder fehlt allerdings.

Kreis Kassel – Die Infektionszahlen während der Corona-Pandemie steigen weiter an. Während es in vielen Bereichen Schnell- und Selbsttests gibt, fehlt ein solches Konzept in Kindergärten und -tagesstätten im Landkreis Kassel. Die Kommunen aus dem Kreis wünschen sich eine entsprechende Strategie.

Die Gemeinde Kaufungen würde eine Teststrategie des Landes Hessen für Kindertagesstätten sehr begrüßen, wie Iris Sager, Sprecherin der Gemeinde Kaufungen, berichtet. Das würde die Gestaltung des Betreuungsalltags in den Kitas erleichtern. „Wir wären inzwischen auch bereit, eine eigene Teststrategie aufzubauen“, sagt sie. Aber die Gemeinde musste feststellen, dass geeignete Tests im erforderlichen Umfang auf dem Markt derzeit nicht zur Verfügung stehen. Alle weiteren Informationen zu Corona in Kassel finden Sie in unserem News-Ticker.

Corona im Kreis Kassel: Bisher keine Teststrategie für Kita-Kinder

„Wir tun alles Erdenkliche, um die Kinder in unseren Einrichtungen und damit auch ihre Familien zu schützen. Leider gibt es in Hessen bisher keine Schnellteststrategie für die Kinder in den Kitas, das würde uns sehr helfen“, sagt Bürgermeister Arnim Roß.

So sieht man es auch in Baunatal. „Sobald es Schnelltests gibt, die für Kinder dieser Altersgruppe adäquat und handhabbar sind, würden wir uns das wünschen“, sagt Susanne Bräutigam, Sprecherin der Stadt Baunatal. Die Stadt sei froh, dass es für Kita-Personal nun zwei Tests pro Woche geben würde.

Kinder und Corona: Nicht nur Kreis Kassel wartet auf klare Richtlinien

Auch die Gemeinde Fuldatal wartet auf klare Richtlinien, wie Michael Thöne, Leiter des Fachbereichs Allgemeine Verwaltung und Familie, sagt. Was die Selbsttests angehe, sei man in der Gemeinde eher zurückhaltend, da Tests, die durch Fachpersonal ausgeführt werden, vorteilhafter wären.

Wenn es Corona-Schnelltests für Kinder aus dem Kindergarten gibt, müssten diese allerdings auf freiwilliger Basis sein, denn die Eltern müssten auch damit einverstanden sein. Doch das sei dann mit der Frage verknüpft: „Was ist, wenn die Eltern das nicht wollen?“

Corona in Kitas: Kindgerechtere Tests könnten bald verfügbar sein

Dazu müsste es eine klare Richtlinie geben und es müsste auch geklärt werden, was es dann für Konsequenzen gibt, erklärt Thöne. „Ich hoffe, dass bald Gurgeltests verfügbar sind“, sagt Thöne. Die sieht er als kindgerechter an, als beispielsweise einen Rachenabstrich.

Kinder seien schließlich auch empfindlicher als Erwachsene. Auch ein Spucktest wäre für die Kinder denkbar. Thöne sieht die Testungen zwar als zusätzliche Sicherheit an, allerdings sei die Impfung letztendlich der beste Schutz. (Samira Müller)

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