Warnstreik der IG Metall bei der Original Teile Logistik von VW in Baunatal.

Kfz-Handwerk will fünf Prozent mehr

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Weitere Kundgebungen geplant: Dieser Mitarbeiter aus Fulda übergab dien Staffelstab symbolisch an die Kollegen in Nordhessen. Jetzt werden Warnstreiks in Südhessen fortgesetzt.

Sie alle sorgen dafür, dass ein Auto nach einem Unfall oder einer Panne wieder in Ordnung kommt: Die Mitarbeiter im Kfz-Handwerk.

Am Montag beteiligten sich etwa 200 Beschäftigte von großen Autohäusern in Kassel sowie der Original-Teile-Logistik (OTLG) bei VW in Baunatal an einem Warnstreik der IG Metall vor dem Original-Teile-Center (OTC) am VW-Werk. Ziel der Beschäftigten ist eine Lohnerhöhung um fünf Prozent. „Dafür stehen wir heute hier“, sagte IG Metall-Bevollmächtigter Oliver Dietzel.

Rund 20 000 Mitarbeiter gehören in Hessen zum Kfz-Handwerk, 12 000 sind in einer Tarifgemeinschaft organisiert. Insgesamt nehme die Arbeit in den Autohäusern zu, so Dietzel. Es herrsche eine gute Auftragslage. „Die Umsätze steigen, da wollen wir, dass die Löhne auch steigen.“  Bisher seien die Gespräche mit den Arbeitgebern ohne Ergebnis abgelaufen, so Dietzel. Dazu machten die Teilnehmer des Warnstreiks ihrem Unmut Luft. „Fünf Prozent mehr, das ist fair“, riefen sie und schwenkten ihre IG-Metall-Fahnen.

Uwe Zabel von der IG Metall-Bezirksleitung kündigte an, dass sich die Kundgebungen jetzt weiter nach Südhessen verlagern werden. Gestartet waren die Warnstreiks in Fulda. Symbolisch gab Zabel den Staffelstab nach Nordhessen weiter. Nun seien Darmstadt und Frankfurt an der Reihe. Mit einem Autokorso werde der Verkehr in Frankfurt lahmgelegt, kündigte er weiter an. Aber dafür seien die Arbeitgeber verantwortlich.

Begonnen hatte die Aktion am Montag am Auestadion in Kassel. Von dort aus waren die Teilnehmer ebenfalls in einem Autokorso zur OTLG nach Baunatal gefahren. Die Original Teile Logistik mit Hauptsitz in Baunatal gehört ebenfalls zum Kfz-Handwerk. 3000 Beschäftigte in sieben Vertriebszentren in Deutschland beliefern täglich hunderte von Autowerkstätten mit Ersatzteilen.

Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern werden laut Oliver Dietzel am 18. Juni fortgesetzt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir im Kfz-Handwerk ein ordentliches Ergebnis abliefern werden, sagte er in Richtung der Streikenden.

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