Breitbandversorgung

ACO connect in Kassel fällt stundenlang aus

Kreis Kassel. Einen jeweils mehrstündigen Totalausfall hat es am Dienstag und Mittwoch bei dem Kasseler Internetanbieter ACO connect gegeben.

„Alles war tot – Internet und Telefon. Man hätte noch nicht einmal einen Notruf absetzen können“, sagt Mike Pietsch aus Wolfhagen. Am Dienstag habe es bei ihm einen Totalausfall von 9.45 bis 11.30 gegeben, am Mittwoch von 4.30 bis 10 Uhr.

Offenbar habe es die Störungen in allen von der ACO connect versorgten Gebieten im Landkreis Kassel gegeben, sagt Pietsch weiter – von Oberweser bis nach Söhrewald. Das gehe aus zahlreichen Reaktionen von ACO-Kunden hervor, die in der Facebook-Gruppe „ACO-connect: unser Provider?!“ aktiv sind. Diese Facebook-Gruppe tauscht schon seit geraumer Zeit Informationen rund um die „komplett mangelhafte Internetversorgung durch den Anbieter ACO-connect aus“, sagt Pietsch. Die Gruppe zählt inzwischen 588 Mitglieder.

Indessen lässt sich über die Gründe der Totalausfälle nur Spekulieren. ACO-Geschäftsführer Klaus Peter von Friedeburg war gestern auch für die HNA weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen. In einem Facebook-Post schreibt ein ACO-Mitarbeiter: „Leider haben wir einen technischen Defekt, den unsere Techniker mit Hochdruck versuchen zu beheben“.

Der Frust, den Internet-Kunden mit der ACO-connect haben, ist seit Jahren groß. „Es ist längst kein Einzelfall mehr, dass ACO-Kunden 59 Euro im Monat für einen 50 MBit-Anschluss zahlen, aber viel zu oft nicht mehr als ein MBit bekommen“, sagt Pietsch. Tatsächlich versorgt die ACO ihre Kunden nach wie vor mit veralteter Richtfunktechnik. Das Funknetz war im Zuge der ersten Hessischen Breitbandoffensive in den Jahren 2009 bis 2012 von der ACO aufgebaut worden.

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