Autobahn A44

Neubau der Bergshäuser Brücke: Standort-Entscheidung fällt Ende 2019

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Suche nach dem geeigneten Standort: Noch ist nicht sicher, ob die neue Bergshäuser Brücke genau da entstehen wird, wo sich heute die alte Brücke befindet, oder ob sie etwas weiter südlich die Fulda überqueren soll. Aktuell wird die alte Bergshäuser Brücke saniert, damit sie noch bis zu ihrem Neubau in 13 bis 15 Jahren hält.

Voraussichtlich im vierten Quartal 2019 wird der Standort für den geplanten Neubau der Bergshäuser Brücke feststehen.

Wie die Planungsgesellschaft Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) mitteilt, sei beabsichtigt, gegen Ende des Jahres 2019 letzte Abstimmungsgespräche mit dem Bundesverkehrsministerium zur Festlegung der endgültigen Trassenlinie zu führen. Bekanntlich soll die jetzige Bergshäuser Brücke in etwa 13 bis 15 Jahren durch einen kompletten Neubau ersetzt werden.

Aktuell sei die Deges noch mit der Prüfung von verschieden Brückenstandorten in einem eng umgrenzten Planungsgebiet befasst (siehe Grafik). Dabei werden verschiedene Südvarianten ebenso geprüft wie auch der jetzige Trassenverlauf der alten Bergshäuser Brücke

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„Inzwischen läuft unsere Variantenprüfung in weiten Teilen schon sehr detailliert“, sagt Deges-Sprecher Lutz Günther. Weitere Planungs- und Beurteilungsgrundlagen müssten aber noch beschafft werden. Dabei geht es mit Blick auf den Vogelschutz um weitere Untersuchungen und Kartierungen im Planungsgebiet. Auch stehen noch Baugrunduntersuchungen und Vermessungen aus.

Im zweiten Halbjahr erfolgten dann Wirtschaftlichkeits- und Rechtssicherheitsprüfungen, bis dann in Abstimmung mit dem Ministerium die weiter zu planende Vorzugsvariante festgelegt werde. „Grundsätzlich stehen wir laufend im Kontakt mit dem Bundesverkehrsministerium“, sagt Günther. Auch mit den betroffenen Kommunen und Interessenverbänden seien bereits Absprachen zum Untersuchungsgebiet getroffen und die Planungsvarianten vorgestellt worden.

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Wenn dann Ende 2019 die Vorzugsvariante feststeht, wird mit der sogenannten Entwurfsplanung begonnen. Diese Entwurfsplanung enthält dann erstmalig detaillierte Darstellungen der Trassenführung im Grundriss und im Längsschnitt, die Straßenquerschnitte, die Fachbeiträge zum Umweltschutz und zur Landschaftspflege sowie zum Immissionsschutz (Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Abgasen). Mit dem fertigen Entwurfsplan steht auch die Gestalt der neuen Brücke fest.

Mit diesem Entwurf kann schließlich das Planfeststellungsverfahren beginnen, in dessen Rahmen die erarbeiteten Pläne auch öffentlich gemacht werden. In dieser Phase können die sogenannten Träger öffentlicher Belange (Behörden, Interessenverbände, Kommunen, Anwohner) Einwände oder Änderungsvorschläge einbringen. Diese Einwände müssen in der weiteren Planung geprüft und berücksichtigt werden.

Am Ende dieses Genehmigungsverfahrens, das mitunter auch mehrere Jahre dauern kann, steht dann der Planfeststellungsbeschluss. Mit dieser Planfeststellung darf die Brücke, so wie sie geplant wurde, schließlich gebaut werden. Bislang gibt es zum Neubau nur eine Kostenschätzung in Höhe von etwa 217 Mio. Euro brutto. Sie berücksichtigt allerdings die Kosten für das Gesamtprojekt – das heißt den Brückenneubau sowie den sechsstreifigen Ausbau der A 44 zwischen dem Dreieck Kassel-Süd und dem Kreuz Kassel-West.

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