Ausbau abgeschlossen

Freie Fahrt nach zwei Jahren Bauzeit: A7 bei Kassel ist in Südrichtung jetzt vierspurig

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Jetzt fertig: Der vierstreifige Ausbau der der A7 in Fahrtrichtung Süden hat gut zwei Jahre gedauert. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 wird dann der vierstreifige Ausbau der A7 auf der Gegenseite in Fahrtrichtung Norden in Angriff genommen. Der Ausbau der A7 steht im Zusammenhang mit dem Weiterbau der A44 von Kassel-Ost in Richtung Osten bis zur A4 bei Herleshausen.   

Kreis Kassel. Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist der Ausbau der A7 in Südrichtung mitsamt des bis zu 16 Meter hohen Schallschutzes auf der Westseite der Autobahn abgeschlossen.

Seit vergangenem Freitag rollt der Verkehr auf dem 6,2 Kilometer langen Stück zwischen Kassel-Ost und Kassel-Mitte wieder reibungslos ohne Beeinträchtigungen durch verengte oder geteilte Fahrstreifen.

Baulich ist die A7 in diesem Teilstück – trotz der Erweiterung von drei auf vier Fahrstreifen – insgesamt nur um wenige Zentimeter breiter geworden. Tatsächlich ist Hessen Mobil der Ausbau vollständig ohne Grundstückszukäufe gelungen. Stattdessen wurden die Böschungen hinauf zu den Schallschutzwänden steiler aufgerichtet, um unten auf Straßenniveau etwas mehr in die Breite gehen zu können. Auch ist der Mittelstreifen mit seinen Betonleitplanken deutlich verengt worden.

Entspanntes Einordnen der Verkehrsteilnehmer möglich

Nicht zuletzt wurden auch die einzelnen Fahrstreifen von den früheren 3,75 Meter Breite auf jetzt 3,50 Meter Breite verschmälert, sodass sich auf diese Weise die vierte Spur mitsamt eines 2,5 Meter breiten Randstreifens einbauen ließ. Zwar gestaltet sich diese vierte Spur jetzt nicht mehr als normale Fahrspur, sondern als durchgängige Auf- und Abfahrtsspur von Kassel-Ost bis nach Kassel-Mitte. Doch ermöglicht diese Lösung ein entspanntes Einfädeln beziehungsweise Einordnen der Verkehrsteilnehmer in den jeweiligen Durch- oder Abfahrtsverkehr.

Zweispurige Ausfahrt auf die A49: Um die Bergshäuser Brücke zu entlasten, wird der A7-Verkehr Richtung Dortmund ab Kassel-Mitte über die A49 geleitet.

„Voraussichtlich bis zum April/Mai 2019 wird auf der A7 jetzt erst einmal alles so bleiben, bevor wir dann mit dem vierstreifigen Ausbau der Trasse in Nordrichtung beginnen“, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil. Grund für die Baupause ist die aktuelle Sanierung der Bergshäuser Brücke (A44 bei Fuldabrück). Um Staus zu vermeiden und um zur Entlastung der Bergshäuser Brücke die Verkehrsströme auch über die A 49 bei Kassel (Südtangente) umzulenken, wird deshalb bis 2019 auf weitere Bautätigkeit auf der A7 verzichtet.

Ausbau der A7-Trasse in Richtung Norden

So wird mit dem vierstreifigen Ausbau der A7-Trasse in Richtung Norden erst dann begonnen, wenn idealerweise die Sanierung der Bergshäuser Brücke abgeschlossen ist. Auch auf diesem A7-Teilstück wird dann der noch fehlende Lärmschutz auf der Ostseite der A7 zwischen der Ochshäuser Straße und dem Waldauer Weg auf 11 Meter erhöht. Aktuell existiert dort nur ein fünf Meter hoher Erdwall.

Auf den Brücken selbst soll der Lärmschutz von jetzt 4,5 Meter auf 7,5 Meter erhöht werden. „Wie schon auf der A7 in Fahrtrichtung Süden müssen dafür die beiden Brücken auch in Fahrtrichtung Norden zunächst verbreitert und verstärkt werden, um die erhöhten Lärmschutzwände überhaupt tragen zu können“, sagt Sinemus. Dafür werde wiederholt der Waldauer Weg komplett, die Ochshäuser Straße halbseitig gesperrt werden müssen. An der Ochshäuser Straße werde wieder eine Baustellenampel den Verkehr regeln. „Diese Einschränkungen dauern wohl rund 16 Monate an“, sagt Sinemus.

Gegen August 2020 soll dann auch der vierstreifige Ausbau der A7 in Fahrtrichtung Norden zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost abgeschlossen sein.

Flüsterasphalt für beide Fahrtrichtungen

Als letzte Maßnahme steht dann noch der Einbau von Flüsterasphalt für beide Fahrtrichtungen auf dem Programm. Damit soll der Verkehrslärm noch einmal um etwa fünf Dezibel herabgesenkt werden.

Insgesamt wird dann der zusammen achtspurige Ausbau der A7 auf 6,2 Kilometern Länge rund 91,5 Mio. Euro gekostet haben.

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