Bund gibt rund 99.000 Euro

Tourismus im digitalen Wandel: Internetauftritt der Grimmheimat Nordhessen wird einheitlich

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Das Webseitennetzwerk der Grimmheimat soll digital optimiert werden. Vizelandrat Andreas Siebert (von links), Peter Nissen, Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung, sowie Johanna Bähr und Ute Schulte vom Regionalmanagement.

Die Digitalisierung schreitet voran – auch im Tourismus. Im ländlichen Raum gebe es hier aber noch Luft nach oben, erklärt Andreas Siebert, Vizelandrat des Landkreises Kassel.

Beim Webseitennetzwerk der Grimmheimat Nordhessen soll die Darstellung der touristischen Inhalte im Internet aber nun optimiert werden.

Dabei soll ein Digitalmanagement helfen, für das das Regionalmanagement Nordhessen eine Förderung vom Bund in Höhe von rund 98.800 Euro erhalten hat. Insgesamt wird diese Aufgabe etwa 152.000 Euro kosten, wie Ute Schulte vom Regionalmanagement Nordhessen mitteilt. Dieses Digitalmanagement werde nun von der Grimmheimat unter dem Dach des Regionalmanagements entwickelt.

Netzwerk wurde bereits erneuert 

2018 sei das Webseitennetzwerk der Grimmheimat zwar erneuert worden, sagt Schulte, allerdings seien noch nicht alle Daten in einem einheitlichen Format gespeichert. „Was wir auf jeden Fall brauchen ist eine Strategie, die die touristischen Daten in einer einheitlichen Form organisiert, strukturiert und speichert“, sagt Schulte. 

Dazu zählen etwa kulturelle Angebote, Wanderrouten, Öffnungszeiten und Hotels. Manchmal weichen im Internet aber Informationen zum selben Inhalt voneinander ab oder sind nicht vollständig. „Das ändert sich jetzt“, verspricht die Grimmheimat-Verantwortliche Ute Schulte.

Wichtig sei hierbei, dass die Inhalte zentral in einem sogenannten Daten-Hub gespeichert, vereint und bereitgestellt sind. Somit könnten mehrere Anwendungen auf dieselben Daten gleichzeitig zugreifen. Durch diese Digitalisierung könne der Zugriff auf Inhalte und ihre Verwaltung effizienter gestaltet werden, sagt Schulte.

Einheitliche Daten haben einige Vorteile 

Darüber hinaus müssten Daten für Suchmaschinen und Sprachassistenten im Internet einheitlich in einem bestimmten Format vorliegen, da sie sonst nicht ausgelesen werden könnten, erklärt Johanna Bähr, Projektmanagerin Tourismus beim Regionalmanagement Nordhessen. „Es soll außerdem auch eine Qualifizierungsoffensive stattfinden“, sagt Schulte. Um auch in Zukunft ideal im und mit dem Internet arbeiten zu können, bestehe großer Fortbildungsbedarf für die Mitarbeiter aus den jeweiligen Bereichen wie Tourist-Informationen und kommunalen Verwaltungen. Daher sind Workshops sowie strukturierte Weiterbildungen geplant.

„Die Digitalisierung im Tourismusbereich schreitet voran. Aus Sicht des Landkreises ist das ein sehr wichtiges Anliegen“, betont Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums beim Landkreis Kassel. Dass dieses Thema optimal bespielt werden müsse, steht auch aus Sicht des Vizelandrats außer Frage: „Wer nicht online ist, den gibt es heute nicht mehr.“ 

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