Kreisbauernverbandes Kassel

Bilanz zur Ernte 2019 im Kreis Kassel: Erträge liegen im guten Durchschnitt

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Getreideernte: Die Erträge liegen in diesem Jahr hessenweit leicht über dem Durchschnitt. Der Kreisbauernverband Kassel ist gru ndsätzlich zufrieden. Das Foto entstand im Dürrejahr 2018 auf einem Feld bei Rengershausen.

Der Kreisbauernverband äußerte sich jetzt zur Getreideernte 2019. Die Erträge lägen im guten Durchschnitt.

Mit einer Gesamtmenge von 2,2 Millionen Tonnen hat die diesjährige Getreideernte in ganz Hessen den Durchschnittswert der vergangenen sechs Jahre von 2,1 Millionen Tonnen leicht überschritten. Die Zahlen nannte jetzt der Hessische Bauernverband in Gießen. Die Tendenz wird auch vom Kreisbauernverband in Kassel bestätigt.

Gegenüber dem Dürrejahr 2018 verzeichnet der Hessische Bauernverband damit ein deutliches Plus. In dem extrem trockenen Sommer lag der Gesamtertrag des Getreides lediglich bei 1,7 Millionen Tonnen. „Die Ernte ist etwas erfreulicher, als wir erwartet hatten“, sagt Johannes Gerhold von der Geschäftsstelle des Kreisbauernverbandes mit Blick auf das Jahr 2019.

Ernte 2019: Weizensorten konnten Trockenheit kompensieren

Das Ergebnis sei auf die guten nordhessischen Böden zurückzuführen. Die zeichneten sich durch ein hohes „Wasserhaltevermögen“ aus, erläutert Gerhold, selbst Landwirt in Zierenberg. Die Weizensorten hätten die Trockenheit kompensieren können. Die Erträge lägen im guten Durchschnittsbereich, betont Gerhold.

Für ganz Hessen gibt der Landesverband den durchschnittlichen Getreideertrag mit 7,2 Tonnen je Hektar an. Das sei eine Tonne beziehungsweise 16 Prozent mehr verglichen mit den Zahlen des Vorjahres.

Probleme gab es laut Kreisbauernverband erneut bei den Futterbetrieben. So seien ab dem 15. Juli wieder eigentliche Stilllegungsflächen für den Futteranbau freigegeben worden, so Gerhold. „Das entspannt die Futtersituation bei einem trockenen Sommer.“ Inzwischen stellten sich die Landwirte darauf ein, „indem sie die Flächen für Viehfutter insgesamt ausweiten“.

Zuckerrüben-Ernte litt unter Trockenheit

Unter der anhaltenden Trockenheit gelitten habe auch die Zuckerrübenernte, sagt der Landwirt aus Zierenberg. Genaues zum Zuckertrag könne er aber noch nicht sagen. Erfreulich habe sich auf jeden Fall der Mais in der Region entwickelt. „Mit dem Ertrag sind wir letztendlich doch zufrieden“, so Gerhold.

Insgesamt haben die Niederschläge der vergangenen Wochen laut Kreisbauernverband zumindest für etwas Entspannung gesorgt. „Wir freuen uns, dass ein bisschen mehr Wasser kommt“, sagt Johannes Gerhold. Der Grundwasserspiegel sei wieder angestiegen. „Aber es reicht bei Weitem nicht aus. Jetzt müssen wir sehen, was der Winter bringt.“

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