Idee für günstiges Wohnen

Kreis Kassel will Baugesellschaft gründen: Konzept für Sozialwohnungen steht

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Unser Bild zeigt sozialen Wohnungsbau der Gemeinde Kaufungen an der Theodor-Heuss-Straße in Kaufungen. Das Bild entstand Ende November 2018.

Im Kreis Kassel ist das Konzept zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft auf Landkreisebene zur Schaffung von sozialem Wohnraum fertig. „Wir sind sehr weit vorangekommen“, so Landrat Uwe Schmidt.

Das Konzept, das via Kreistagsbeschluss im Mai 2018 auf den Weg gebracht wurde, sei erst kürzlich den Mitgliedern des Kreistages, den Bürgermeistern der kreisangehörigen Kommunen und Vertretern der Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen vorgestellt worden. „Bis auf die Klärung von betriebswirtschaftlichen und juristischen Fragen stehen natürlich noch die politischen Beschlüsse auf kommunaler und auf Kreisebene aus“, sagt Schmidt. So könne voraussichtlich schon vor der Sommerpause im Kreistag darüber entschieden werden, wie der weitere Weg zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft als GmbH unter Federführung des Landkreises und interessierter Landkreiskommunen verlaufen könne.

Warum das Ganze? Zum einen wird sozialer Wohnraum immer knapper, zum anderen mussten sich bislang die Städte und Gemeinden des Landkreises selbst um die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum kümmern. „Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene würde diese Aufgabe vereinfachen, übersichtlicher und besser planbar machen. Auch würden Kosten gespart und der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert“, sagt Schmidt.

Mittel aus Förderprogrammen von Bund und Land

Mit Blick auf die Finanzierung hätten bereits mehrere Kreditinstitute Interesse an einer Zusammenarbeit mit einer noch zu gründenden Wohnungsbaugesellschaft signalisiert – private Investoren allerdings nicht, „weil auf dem privaten Wohnungsbaumarkt viel mehr Geld zu verdienen ist“. Das gelte auch für Wohnungsbaugesellschaften, mit denen wir uns allerdings eng abstimmen werden“, sagt Schmidt.

Weitere Mittel sollen außerhalb der mit 25 Prozent bezuschussten Wohnungsbauförderung aus verschiedenen Förderprogrammen des Bundes und des Landes kommen. „Auf Bundes- und Landesebene gibt es viele Förderprogramme, die unser Vorhaben unterstützen können“. So werde bei der Schaffung von neuem sozialem Wohnraum keinesfalls nur auf den Neubau von Wohnhäusern gesetzt. „Wir schauen auch, was im Altbestand erreicht werden kann“, sagt Schmidt. Auch hier eröffneten sich wieder verschiedene Fördermöglichkeiten.

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