Kunden sollen es leichter haben

Mit ein paar Klicks zum Brennholz: Hessen Forst hat nun Online-Bestellservice

Brennholz zu bestellen kann aufwendig sein. Ein Termin beim Forstamt,  alles absprechen und dann noch in den Wald fahren. Das kostet Zeit. Hessen Forst will es seinen Kunden einfacher machen, an Brennholz zu kommen. Wir erklären wie. 

Wie funktioniert das?

Auf der Hessen-Forst-Homepage gibt es ein Formular, in dem der Kunde alle Eckdaten auswählen kann: welches Forstamt, welches Holz, welche Menge und seine Kontaktdaten. Beim Holztypen kann zwischen Holz am Wegesrand und Kronenholz gewählt werden, das anfällt, wenn Bäume gefällt werden. Außerdem kann der Kunde hier einen Scan seines Motorsägenscheins hochladen, um das Holz im Wald zu bearbeiten. Er erfährt dann, ob das gewünschte Holz im jeweiligen Forstamt und Revier verfügbar ist.

Wie geht es dann weiter?

Rund vier Millimeter lang: der Borkenkäfer.

Nach der Bestellung bekommen Kunden einen Anruf von Hessen Forst, wenn das jeweilige Holz zur Abholung bereitsteht. Es kann dann vor Ort selbst bearbeitet und abtransportiert werden. Die Stämme sind in der Regel rund fünf Meter lang, erläutert Hessen-Forst-Sprecherin Michelle Sundermann. Sie weist explizit darauf hin, dass die Kunden dafür einen Motorsägenschein brauchen und vor Ort entsprechende Schutzkleidung tragen müssen. Nachher werden die exakte Masse des Holzes und die Kosten errechnet.

Braucht man einen Motorsägenschein, um das Holz zu bestellen?

Nein, das geht auch ohne. Allerdings darf man dann das Holz im hessischen Wald nicht mit einer Motorsäge bearbeiten. Wer keinen Schein besitzt, kann beispielsweise einen Fuhrmann beauftragen, sich die langen Stämme nach Hause liefern zu lassen und es dort bearbeiten.

Verändern sich die Preise durch das neue Online-Formular?

Nein, die Preise für das Brennholz bleiben gleich. Buche kostet zum Beispiel 60 Euro pro Festmeter. Fichte ist dagegen mit 20 Euro für die gleiche Menge deutlich günstiger. „Das liegt am Überangebot bei dem Nadelholz“, erläutert Michelle Sundermann. Aufgrund von Sturm, Dürre und dem Borkenkäferbefall hätte Hessen Forst große Mengen Fichte aufarbeiten und an die Sägewerke weitergeben müssen. Das wirke sich auf den Preis aus.

Müssen Kunden unbedingt das Online-Formular nutzen, um ihr Holz zu bestellen?

Hier gilt: Wer technisch nicht so firm ist, auf persönlichen Kontakt setzt oder keine gute Internetverbindung zu Hause hat, kann auch den bisher üblichen Weg über das Forstamt gehen und dort das gewünschte Holz bestellen.

Service: Das Bestellformular ist hier zu finden. 

Rubriklistenbild: © Tanja Temme

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