Regenrisiko schreckte wohl ab

Rad-Genuss auf freier Piste beim Fuldaradeln - weniger Fahrer als sonst unterwegs

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Mit der ganzen Familie an der Fulda unterwegs: Sandra, Annalena, Michael und Mika Grebe (von links) „tankten“ in Guntershausen auf. Sie nutzten eine längere Regenpause für ihre Tou r.

Regenrisiko kann Pedalrittern wohl den Elan nehmen. So war es jedenfalls bei der 17. Neuauflage des Fuldaradelns am Sonntag. 

Ausgerichtet war der Fahrspaß von der Stadt Baunatal und den Gemeinden Fuldabrück, Edermünde, Guxhagen und Körle. Deutlich weniger als die sonst üblichen etwa 2000 Radler gingen auf die beschauliche Tour entlang des Flusses.

Doch wer seine Wetter-App verfolgte, wusste, dass es ab dem späten Vormittag eine lange Regenpause geben würde. Diese „Mutigen“ wurden mit besten Radfahrwetter belohnt –zudem mit viel Platz auf dem Radweg und vielen freien Plätzen an den Einkehrstationen.

Das genossen auch Gisela Reuter-Koch und ihr Mann Manfred, die von Schauenburg aus mit einer Freundin nach Körle fuhren, im sonst proppenvollen Biergarten „Käptn´ Tom“ in Dittershausen eine Rast einlegten und ihren Hochzeitstag feierten. „Für Regen sind wir gerüstet. Wir haben Schutzkleidung dabei“, sagt Gisela Reuter- Koch. Das Ehepaar liebt das Radfahren. „Wir verbringen auch unseren Urlaub auf den Rädern“.

Hochzeitstag auf dem Rad verbracht: Manfred Koch und Gisela Reuter-Koch aus Schauenburg („Für Regen sind wir gerüstet“) kehrten bei „Käptn´ Tom“ am R1 in Dittershausen ein. 

An der Verpflegungsstation in Guntershausen, die von den Alten Herren des TSV Guntershausen und der Radsportabteilung des KSV Baunatal betrieben wurde, ging es noch ruhiger als in Dittershausen zu. Nathalie Beyer und ihre Kollegen von der Stadt Baunatal verlebten an der Stempelstelle einen ruhigen Tag. Nebenan freute sich Dietrich Bohse vom Fahrradclub ADFC, der um Mitglieder warb und Tipps für Radrouten gab. Mit vielen kamen er und seine Mitstreiter ins Gespräch, beispielsweise mit einer Baunatalerin, die sich vehement über das Radwegenetz in Kassel beschwerte, das Autofahrer, Fußgänger wie Radler gleichermaßen nerve. „Die Fahrradpolitik ist in aller Munde“, sagte Bohse.

Mit dem Rennrad unterwegs: Patrick Metz ließ sich seine Teilnehmerkarte von Nathalie Beyer abstempeln. Der Kasseler, der gern sehr schnell fährt, freute sich, dass auf dem Radweg relativ wenig los war.

Die einkehrenden Radler mussten in Guntershausen auf die gewohnte musikalische Unterhaltung, die Kinder auf ihren Tobespaß verzichten. Die Musikzüge des GSV Eintracht Baunatal und des KSV Baunatal spielten bei anderen Festen, die Hüpfburg habe der TSV wegen des Regenrisikos gar nicht erst aufgebaut, sagte Bernd Bock von den Alten Herren des Vereins. 

Familie Grebe aus Bergshausen nahm das jedoch gelassen. Das Radfahren sei schließlich die Hauptsache, meint Sandra Grebe, die mit ihrer Familie Richtung Körle unterwegs war. „Wir fahren ziemlich oft mit dem Rad nach Kassel“, erzählt sie. Ihr Wohnort ist für solche Touren perfekt: Das Haus der Grebes liegt direkt am Radweg R1.

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