Schüler-Radroutennetz sollte schon fertig sein

Radweg-App von Stadt und Landkreis Kassel lässt auf sich warten

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Mit dem Rad zur Schule: Stadt und Landkreis Kassel wollen den Schulweg für junge Radfahrer sicherer machen. Ein Routenplaner soll im Oktober an den Start gehen.

Welches ist der sicherste Weg für die Fahrt mit dem Rad von meinem Wohnort zur Schule? Antwort auf diese Frage sollte ab Sommer ein neuer Schülerradroutenplaner geben.

Kreis Kassel – Doch die Fertigstellung des Routenplaners für Stadt und Landkreis Kassel, der über das Internet und eine App verfügbar ist, verzögert sich. Erst im Oktober, berichtet Landkreissprecher Harald Kühlborn auf Anfrage, werde das Schülerradroutennetz zur Verfügung stehen.

Wer derzeit den Link schuelerradrouten.de im Netz eingibt, der landet auf einem herkömmlichen Routenplaner. Von Gefahrenpunkten und Details zu den Schulwegen – wie von den Machern im Frühjahr angekündigt – ist bislang nichts zu erkennen. Einzelheiten werden erst nach der offiziellen Freigabe im Oktober zu sehen sein, sagt Eva Backman von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main (IVM GmbH), die das Vorhaben für das Land Hessen koordiniert.

Aufmerksamkeitspunkte – beispielsweise Treppen, Engstellen und gefährliche Kreuzungen – werden auf dem Plan laut Backman dann mit einem gelben Dreieck mit Ausrufezeichen hervorgehoben. Angezeigt werden nicht immer die kürzesten Strecken, erläutert die Expertin weiter. „Wir wollen einen sicheren Weg vom Wohnort zur Schule zeigen.“

Eingearbeitet werden außerdem Wünsche und Anregungen von Schülern. Diese wurden bei Projekttagen im Frühjahr an den Schulen gesammelt. 30 weiterführende Schulen in der Stadt Kassel sowie 21 im Kreis werden insgesamt in das Schülerradroutrennetz eingebunden. Als ein Beispiel aus Kassel nennt Backman die Situation auf der Ysenburgstraße in Kassel. Zur Verbesserung der Möglichkeiten für Radler habe es einige Vorschläge gegeben.

Beispielsweise hätten zahlreiche Schüler mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Schulen gefordert, betont Backman. „Die Kinder sagen, es gibt nicht genügend Abstellanlagen. Oder diese sind zu eng und nicht beleuchtet.“

Außerdem hätten sich die Radfahrer darüber beklagt, dass die Eltern häufig mit ihren „Elterntaxis“ die Zugänge zu den Schulen zustellen.

Auch in der Kreistagssitzung am 19. September in Wolfhagen geht es um das Thema Fahrradabstellanlagen. Die Grünen fragen in einem Antrag an die Kreisverwaltung, wie diese den Bedarf an zusätzlichen Anlagen einschätze.

Die Fraktion der Linken fordert mit einem eigenen Antrag, zusätzlich an den Verwaltungsstandorten des Landkreises Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen

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