Software-Probleme sollen behoben sein

Peinliche Schülerticket-Panne: Defekte Karten müssen umgetauscht werden

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Um diese Karte geht es: Bei einigen Schületickets traten nach den Sommerferien beim Einscannen im Bus Fehler auf. 

Wegen defekter Fahrkarten wurden Schüler mit Jahrestickets aus NVV-Bussen geworfen. Nun sind die technischen Probleme behoben. Trotzdem könnten manche Karten bald gesperrt werden.

Die Probleme mit dem Schülerticket des Landes Hessen sind behoben. Aufgrund eines Softwarefehlers konnten viele Fahrkarten nach den Sommerferien nicht elektronisch eingelesen werden. Das hatte zu Unmut geführt, weil einige Schüler den Bus verlassen mussten. In den nächsten Tagen beginnt der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) damit, das Schülerticket Hessen wieder auf elektronischem Weg zu prüfen, teilt NVV-Sprecherin Sabine Herms mit.

In den vergangenen Monaten waren die Schülertickets nur per Sichtkontrolle überprüft worden. Die Zahl der gesperrten Karten könnte deshalb in den nächsten Tagen zunehmen. „Bei der elektronischen Prüfung in Bussen wird die Fahrkarte über ein Lesegerät kontrolliert. Dabei wird angezeigt, ob die Karte defekt, ungültig oder gesperrt ist“, erklärt Herms. Karten könnten auch ungültig sein, weil beispielsweise aufgrund von Abokündigungen keine Fahrtberechtigung mehr besteht oder weil sie als verloren gemeldet und für sie Ersatzkarten ausgestellt wurden. Darüber hinaus enthalten die Chipkarten elektronische Bauteile und können durch starke äußere Einwirkungen, zum Beispiel durch Knicken, defekt sein.

Schülerticket Hessen muss notfalls abgegeben werden

„Falls sich bei der Kontrolle im Bus herausstellt, dass die Fahrkarte nicht gültig ist, muss das Schülerticket abgegeben werden“, sagt Herms. Stattdessen erhalte der Schüler eine für den Ausgabetag und zwei darauffolgende Schultage gültige Ersatzfahrkarte. Damit soll die Beförderung zur Schule und nach Hause fahren gesichert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass niemand, dessen Schülerticket beanstandet wird, von der Beförderung ausgeschlossen wird oder eine Fahrkarte kaufen muss. Die Ersatzfahrkarten müssen innerhalb der zweitägigen Frist aber in der Schule oder bei selbstgekauften Karten in den Kundenzentren beantragen werden, sonst droht laut NVV ein Verfahren wegen Schwarzfahrens.

NVV und KVG weisen auch darauf hin, dass insbesondere die Zahl gesperrter Karten in nächster Zeit zunehmen könnte, da für viele Tickets von Personen ab dem 18. Lebensjahr trotz einer Kulanzregelung noch immer keine Berechtigungsnachweise vorgelegt wurden. Dies habe nicht nur die Kündigung des Abos zur Folge, sondern es handelt sich dann auch um Schwarzfahren, wenn das gesperrte Ticket weiterhin benutzt wird.

Seitens der KVG als zentraler Vertriebsdienstleister für das Schülerticket Hessen im NVV gibt es deshalb die dringende Bitte, die ausstehenden Berechtigungsnachweise vorzulegen. 

Infos zum Schülerticket gibt es hier und über das gebührenfreie NVV-ServiceTelefon unter Tel. 08 00 / 93 90 800.

Zum Thema: Hessens Schülerticket verärgert Eltern in Stadt und Landkreis Kassel

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