Tankstelle in Lohfelden ausgeraubt

Zwölf Taten seit Januar: Überfall-Serie in und um Kassel reißt nicht ab

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Bewaffnete Täter: Bis auf eine Ausnahme wurden die Angestellten bei den Überfällen mit Schusswaffen bedroht. 

Die Serie von Raubüberfällen in Stadt und Kreis Kassel reißt nicht ab. Am Mittwoch traf es eine Tankstelle in Vollmarshausen. Ob diese Tat im Zusammenhang mit weiteren Überfällen steht, ist unklar.

Ende Januar vermeldete die Polizei einen Coup. Nach intensiven Ermittlungen war eine Bande festgesetzt worden, die im Verdacht steht, für sieben Überfälle im Januar in und um Kassel verantwortlich zu sein. Doch auch nach den Festnahmen reißt die Serie nicht ab.

Am Mittwoch traf es eine Tankstelle in Vollmarshausen. Gegen 20.25 Uhr betrat laut Polizei ein Mann die Tankstelle an der Kasseler Straße. Er zückte eine Waffe und bedrohte die 21 Jahre alte Mitarbeiterin. So erbeute der Täter einen dreistelligen Betrag und mehrere Stangen Zigaretten. 

Danach floh er über die Kasseler Straße in Richtung Dorfmitte. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Anfang 20 Jahre, 1,70 bis 1,75 Meter groß und von dünner Statur. Er soll deutsch ohne erkennbaren Akzent gesprochen haben, dunkel gekleidet und maskiert gewesen sein und einen schwarzen Rucksack dabei gehabt haben.

Täter zogen fast immer eine Waffe

Wie im Januar waren auch im Februar die Räuber immer nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs. Außerdem wurden die Angestellten mit Schusswaffen bedroht. Einzige Ausnahme ist der versuchte Banküberfall in Lohfelden, bei dem die Zeugin keine Waffe wahrnahm. Ein Überblick über Fälle in den letzten 14 Tagen:

Auch der Polizei hat diese Häufung und das ähnliche Vorgehen im Blick: „Wir fahnden intensiv und mit Hochdruck“, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz. Details der Ermittlungen will er aus taktischen Gründen nicht nennen. Dringend bittet er allerdings Zeugen, die vor den Überfällen Auffälliges an den Tatorten beobachtet haben, sich zu melden. „Oft spionieren die Täter die Orte vorher aus und warten auf eine günstige Gelegenheit.“

Ob Taten im Zusammenhang stehen, ist unklar

Konkrete Hinweise, dass die Taten zusammenhängen oder von den selben Tätern ausgeübt wurden, gibt es noch nicht, sagt Mänz. Möglich sei es aber. Auch könne es sein, dass Teile der im Januar festgesetzten Bande noch aktiv sind, nicht alle Verdächtigen seien in Haft.

„Erfahrungsgemäß handeln die Täter relativ spontan und aus Geldnot heraus, in der Regel sind hier keine gut organisierten, überregionalen Banden am Werk.“ Oft würden nur sehr geringe Beträge erbeutet, gleichzeitig drohten aber mehrjährige Gefängnisstrafen. 

Hinweise: Polizei Kassel, 0561/9100.

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