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Krippenbau in Vellmar beginnt nach den Sommerferien

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Von: Alia Diana Shuhaiber

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Die Bauarbeiten für die Krippe Niedervellmar sollen im Mai 2023 abgeschlossen sein: Eine Visualisierung zeigt das geplante Gebäude. Vorne links sollen Parkplätze entstehen, rechts wird es einen barrierefreien Fußweg als Verbindung zum Steinstücker Weg geben.
Die Bauarbeiten für die Krippe Niedervellmar sollen im Mai 2023 abgeschlossen sein: Eine Visualisierung zeigt das geplante Gebäude. Vorne links sollen Parkplätze entstehen, rechts wird es einen barrierefreien Fußweg als Verbindung zum Steinstücker Weg geben. © Schuh Architekten

Bauarbeiten für den Krippenneubau in Niedervellmar beginnen nach den Sommerferien. Auch die Grundschulerweiterung nimmt Formen an.

Vellmar – Mit dem Bau einer Krippe in Niedervellmar wird es ab dem kommenden Jahr in jedem Stadtteil der zweitgrößten Stadt im Landkreis Kassel eine Einrichtung zur Betreuung von U3-Kindern geben. „Die Bauarbeiten sollen nach den Sommerferien beginnen“, sagt Architekt Jürgen Schuh, der bereits die Krippe in Obervellmar gebaut hat und aktuell für den Krippenbau in Vellmar-West verantwortlich ist.

Die Pläne für den Neubau beinhalten auch die Entwicklung des gesamten Quartiers, also den bereits dort ansässigen Kindergarten, die Grundschule und die Kulturhalle. Entstanden sei ein „langfristiger Masterplan“ für das Areal zwischen Jahnstraße und Steinstückerweg. Der Entwurf, der erstmalig im Dezember 2019 in der Vellmarer Stadtverordnetenversammlung vorgestellt worden war, ist inzwischen noch einmal angepasst worden, um genügend Platz für die Entwicklung des Schulstandortes vorzuhalten.

Die neue Krippe soll nun im vorderen Bereich der ehemaligen Kleinfeldanlage an der Jahnstraße gebaut werden. „Im hinteren Teil ist ein naturnaher, terrassierter Spielplatz geplant, der an den Kindergarten anschließt“, sagt Schuh. Rechts neben dem Neubau soll ein barrierefreier Fußweg entstehen, der die Jahnstraße mit dem Steinstücker Weg verbindet.

Jürgen Schuh Architekt
Jürgen Schuh Architekt © Shuhaiber, Alia

Das Gebäude selbst sei unter strengen Nachhaltigkeits-Gesichtspunkten entwickelt worden. Unter dem Leitsatz „reduce, rescue, recycle“ sei ein wärmegedämmtes Holzhaus aus nachwachsenden, wiederverwendbaren und gut recycelbaren Rohstoffen geplant worden. „Für die Fassade nutzen wir Trespaplatten, die sehr langlebig sind und wiederverwendet werden können“, erklärt Schuh. Das sei gut für die Kreislaufwirtschaft. Ohnehin würden die Rohstoffbörsen künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Das Gebäudedach diene zudem der Regenwasser-Rückhaltung und werde mit einer PV-Anlage ausgestattet, die mehr Energie für den 400 Quadratmeter-Bau produziere, als die Beheizung mittels Wärmepumpe und Wärmerückgewinnung benötige.

Das ganze Projekt sei mit etwa zwei Millionen Euro kalkuliert. „Ursprünglich sind wir von 1,5 Millionen Euro ausgegangen“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig. Aktuell seien alle Kommunen von den explodierenden Baukosten und den großen Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten betroffen. Die Preissteigerung sei aber noch vergleichsweise niedrig, erklärt Schuh. Die Holzpreise seien momentan relativ stabil. Der Stahlpreis bereite weitaus größere Sorgen. Das falle hier aber nicht so arg ins Gewicht, weil Stahl lediglich in der Bodenplatte verbaut werde.

Auch die Pläne für die Erweiterung der Grundschule Niedervellmar nehmen immer mehr Gestalt an, wie aus dem Kreishaus zu erfahren ist: „Wir haben zwischenzeitlich den Auftrag für Architektenleistungen für einen Neubau zur Erweiterung der Grundschule Niedervellmar vergeben“, teilt Kreissprecher Harald Kühlborn mit. Auf dem Gelände sei geplant, einen Erweiterungsbau mit drei Klassenräumen, zwei Differenzierungsräumen, drei Betreuungsräumen, einem Mehrzweckraum und einen Speiseraum mit Ausgabeküche sowie weiteren Nebenräumen zu errichten. „Wir gehen von geschätzten Kosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro aus“, sagt Kühlborn.

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