Trainer Martin Busch absolvierte mehr als 250 Triathlon-Rennen

So werden Ausdauersportler mit weniger Tempo schneller

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Hilft nicht nur Radfahrern und Läufern beim Training: Martin Busch (rechts) mit dem Triathleten Dario Ernst vom KSV Baunatal bei der Leistungsdiagnostik.

Für Profisportler ist eine Leistungsdiagnostik unerlässlich. Die bietet Triathlon-Trainer Martin Busch nun auch beim KSV Baunatal an. Warum so etwas auch für Hobbysportler sinnvoll sein kann.

Martin Busch kennt den Fehler, den Ausdauersportler am häufigsten machen, sehr gut. „Sie trainieren zu hart und mit zu hohem Puls“, sagt der Triathlet und Trainer des KSV Baunatal. Die Folgen: „Ermüdung, Verletzungen und Frustration.“

Busch weiß, wie man dies vermeidet und trotzdem erfolgreich trainiert. Seinen ersten Ausdauerdreikampf hat der Niedensteiner, der aus Borken stammt, mit 13 Jahren gemacht. Es folgten mehr als 250 Triathlon-Rennen, viele davon in der 2. Bundesliga.

Mittlerweile ist der Sportlehrer an der Gudensberger Georg-August-Zinn-Schule 40 Jahre alt und gibt seine Erfahrungen als Trainer beim KSV Baunatal weiter.

Von denen können nun auch alle anderen Sportler profitieren. Ab März bietet Martin Busch in der Sportwelt des KSV Baunatal Leistungsdiagnostiken an.

Bei einem Test auf dem Laufband oder dem Rad-Ergometer werden die Atemgase der Athleten untersucht. Die Ergebnisse zeigen an, bei welchem Tempo man am schnellsten ermüdet. Zudem kann Blut abgenommen werden, um das Laktat zu bestimmen, ein Abfallprodukt der Milchsäure. Aus all dem lässt sich ableiten, mit welcher Pulsfrequenz man am besten trainieren sollte. Mit Stoffwechselanalysen bestimmt Busch darüber hinaus die prozentuale Verteilung von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweiß zur Energiebereitstellung.

Solche Untersuchungen (ab 100 Euro, für KSV-Mitglieder 85 Euro) sind für Profis unerlässlich und werden auch bei Hobbysportlern immer beliebter. Es geht nicht nur darum, schneller zu werden, sagt Busch: „Eine Leistungsdiagnostik hilft auch beim Abnehmen und steigert den Wohlfühlfaktor beim Sport.“

Zu Buschs Schützlingen gehört unter anderem sein Vereinskollege Maurice Herwig. Der 20 Jahre alte Informatikstudent aus Kassel will bald Profi werden. Als Mitarbeiter von Busch ist er für die Software der etwa 10 000 Euro teuren Geräte verantwortlich.

Zuletzt haben die beiden die Leistungsfähigkeit des Baunataler Triathleten Martin Wonke untersucht, der im Oktober bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii startete und in diesem Jahr in Roth die begehrte Neun-Stunden-Marke knacken will. Das Ergebnis: Die schnellen Intervalle trainierte er bislang zu hart. Er muss nun auch etwas langsamer machen, um noch schneller zu werden.

Info-Veranstaltung am Mittwoch, 20. März, 19 Uhr, in der Sportwelt des KSV Baunatal, Altenritter Straße 37. www.hessentrainer.de

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