Am 24. August

Lamaste in Ahnatal: Heilpraktikerin bietet mit VHS Yogakurs mit Lamas an

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Freuen sich auf die zweite Lama-Yoga-Stunde im August: Von links Heilpraktikerin Claudia Scheffler, Yogalehrerin Petra Birnkraut und Yoga-Schülerin Bettina Sonntag mit den beiden Lamas Pelé (links) und Henry (rechts).

Von all den verrückten Arten, Yoga zu praktizieren, scheint Yoga mit Lama erst einmal die abwegigste zu sein.

Dabei haben die aus Indien stammende philosophische Lehre des Yoga und die südamerikanische Kamelart mehr miteinander gemein, als man denken würde.

Das dachte sich auch Claudia Scheffler, die seit vier Jahren in Ahnatal Menschen mit ihren beiden Lamas Henry und Pelé therapiert. „Ich habe mir gedacht, dass Yoga mit Lama eine gute Kombination wäre“, sagt die 52-jährige Heilpraktikerin. Denn ein gutes Körpergefühl hilft nicht nur, wenn man versucht, einen sich im Wind wiegenden Baum zu simulieren, und dafür auf einem Bein stehend die Augen schließt, sondern auch, wenn man mit einem Lama spazieren geht. „Man muss dabei auf seine Körpersprache und auch auf seine Atmung achten“, sagt Petra Birnkraut. Erst dann könne eine Einheit zwischen Tier und Mensch entstehen. Auch beim Yoga spielt der Atem eine ganz besondere Rolle.

Die Yogalehrerin aus Habichtswald-Ehlen wird am Samstag, 24. August, die zweite Lama-Yoga-Stunde leiten, die Claudia Scheffler mit Unterstützung der Volkshochschule Kassel (VHS) organisiert hat. Birnkraut war sofort von der Idee begeistert. „Ich war gleich verliebt in die Lamas und von der ersten Sekunde an tiefenentspannt“, sagt die 43-Jährige über ihre erste Begegnung mit Henry und Pelé. „Ich fand es faszinierend, was die Tiere in mir ausgelöst haben.“

Auch Brigitte Sonntag ist begeistert von den Lamas. Die 66-Jährige praktiziert seit vielen Jahren Yoga und hatte ihre beiden Yogalehrerinnen Petra Birnkraut und Bettina Blumenstein, die die erste Lama-Yoga-Stunde geleitet hat, mit Scheffler in Verbindung gebracht. „Lamas haben so einen freundlichen Gesichtsausdruck“, sagt Sonntag. „Wenn man sie sieht, fängt man gleich an zu lächeln.“

Sie war bei der ersten Lama-Yoga-Stunde im Juli mit dabei. Gestartet wird jeweils am Stall der Lamas in Heckershausen. Von dort geht es zu Fuß über die Felder Richtung Harleshausen und in den Wald. „Der Spaziergang mit den Tieren hat die Anfangsentspannung beim Yoga ersetzt“, sagt Sonntag. Durch die Ruhe und Gelassenheit der Tiere nehme man die Umwelt ganz anders wahr. „Man ist gleich ganz bei sich selbst. Das Yoga hat das dann noch mal verstärkt.“ Anderthalb Stunden dauern der Spaziergang und die Yogastunde unter freiem Himmel. Yoga-Erfahrung brauche man dafür nicht, sagt Birnkraut. „Man sollte einfach nur offen für Neues sein.“ Maximal können zehn Personen an einer Lama-Yoga-Stunde teilnehmen, die 27 Euro pro Person kostet. Brigitte Sonntag war so begeistert von der Yoga-Stunde der anderen Art, dass sie derzeit nach Mitstreitern sucht, um eine weitere Stunde auf die Beine zu stellen. Denn der Termin im August ist bereits komplett ausgebucht.

Sind feinfühlig und sehr intelligent: Die Lamas Henry (links) und Pelé (rechts) von Claudia Scheffler aus Ahnatal. 

Nachdem die Yogis nach der ersten Stunde wieder zurück in Heckershausen waren, haben sich alle noch einmal zur Schlussentspannung auf die Weide gelegt. Mit geschlossenen Augen sei nur sanft im Hintrergrund das Zupfgeräusch der beiden Lamas beim Grasen zu hören gewesen, erzählt Scheffler. Angst vor Lama-Haufen braucht man dabei übrigens nicht haben. Lamas machen nicht auf die Weide, auf der sie grasen. Sie haben ihre eigene Toilette.

Wer Interesse an Lama-Yoga hat, kann sich an Claudia Scheffler wenden. Lamatherapie Ahnatal, E-Mail: info@lamatherapie-ahanatl.de, Tel.: 01 76 38 10 45 13.

Besondere Yoga-Arten 

Yoga entstand vor Jahrtausenden in Indien und ist somit vermutlich das älteste Übungssystem der Welt. Yoga, wie wir es heute im Westen kennen und praktizieren, entstand im 19. Jahrhundert. Die meisten Menschen praktizieren klassische Yoga-Stile, wie Hatha-Yoga, Ashtanga-Yoga, Iyengar-Yoga, Kundalini-Yoga, Yin-Yoga oder zum Beispiel Vinyasa-Flow. 

Aber der Kreativität sind auch beim Yoga keine Grenzen gesetzt: Beim Lach-Yoga werden Yogatechniken mit Lachübungen verbunden; beim Hunde-Yoga dürfen Hund und Herrchen gemeinsam Dehnungs- und Atemübungen machen und auch Nackt-Yoga gibt es, bei dem die Teilnehmer lernen sollen, nachsichtiger mit sich und anderen umzugehen. Auch Mond-Yoga liegt im Trend, wo bestimmte Übungen an bestimmten Tagen besonders wirksam sein sollen. 

Wem das alles zu esoterisch ist, sollte Acro-Yoga ausprobieren, wobei ein Mix aus Yogaübungen, Akrobatikelementen und Thai Massage zu zweit praktiziert wird. 

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