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Landkreis Kassel investiert 12,4 Millionen Euro in Sanierung von Kreisstraßen

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Von: Daniel Göbel

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Neubau der Kreisstraße zwischen Grebenstein-Burguffeln und der neuen Ortsumgehung Calden.
Neubau der Kreisstraße zwischen Grebenstein-Burguffeln und der neuen Ortsumgehung Calden: Nachdem der erste Abschnitt und Brücken bereits fertig sind, wird nun der zweite Streckenabschnitt bearbeitet. © Thomas Thiele

Um die Qualität des Straßennetzes im Landkreis Kassel zu optimieren, investiert der Landkreis in diesem und im kommenden Jahr in zwölf Sanierungsprojekte. 

Kreis Kassel – Das Bauprogramm betrifft zwei Baumaßnahmen, die bereits begonnen wurden und zehn neue Sanierungen, erklärten Landrat Andreas Siebert (SPD) und Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Landkreis, bei der Vorstellung des Bauprogramms.

„Wir werden für die bereits begonnenen Sanierungen und die Bauvorhaben im kommenden Jahr insgesamt 12,4 Millionen Euro investieren“, erklärt Siebert. Das größte Problem dabei seien die massiven Preissteigerungen im Straßenbau. „Wir haben 2021 eine Kostensteigerung von zehn Prozent erlebt. Wenn diese Entwicklung weiter in diesem Maß anhält, müssen wir uns zwangsläufig Gedanken machen, ob wir uns von bestimmten Vorhaben verabschieden müssen.“

Die größte Maßnahme bildet der Neubau der Kreisstraße zwischen Grebenstein-Burguffeln und der neuen Ortsumgehung Calden. Die mehr als 12 Millionen Euro teure Sanierung soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Drei Brückenbauwerke und der erste Bauabschnitt sind bereits fertiggestellt, aktuell werde auf dem zweiten Streckenabschnitt gearbeitet.

Bereits im Juli soll die Sanierung der Kreisstraße zwischen Bad Karlshafen-Helmarshausen und der B 80 im Wesertal fertig sein. Hier laufen die Bauarbeiten bereits seit Februar dieses Jahres. Die Kosten liegen bei 1,8 Millionen Euro. Im August soll die Sanierung der Kreisstraße von Wenigenhasungen bis zum Abzweig der Landesstraße starten. Das mit 415 000 Euro veranschlagte Bauprojekt soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein.

Ebenfalls ab August soll mit dem Ausbau des zweiten Streckenabschnitts die Baumaßnahme an der Kreisstraße zwischen Vellmar-Frommershausen und Fuldatal-Simmershausen fortgesetzt werden. Die Bauarbeiten müssten hier im Winter pausieren, weshalb die 1,3 Millionen Euro teure Maßnahme erst Ende kommenden Jahres abgeschlossen werden kann.

Neu im Straßenbauprogramm ist die Sanierung der Kreisstraße zwischen Schauenburg-Martinhagen und der Landesstraße, die im ersten Halbjahr 2023 beginnen soll. Die Kosten dafür schätzt der Kreis auf 1,4 Millionen Euro.

Im Sommer 2023 startet die Sanierung zwischen Lohfelden-Vollmarshausen und Ochshausen, wofür 1,6 Millionen Euro investiert werden. Ebenfalls im Sommer 2023 geht es mit den Arbeiten rund um den Wolfhager Stadtteil Wenigenhasungen zum Anschluss an die Landesstraße Richtung Altenhasungen weiter. Die Kosten liegen bei 475 000 Euro. Wenn die Arbeiten beendet sind, soll die Kreisstraße zur Gemeindestraße abgestuft werden.

In der Ortsdurchfahrt Calden in Richtung Wilhelmsthal soll bereits im April 2023 die Sanierung der Fahrbahn beginnen. „Hier haben wir uns mit der Gemeinde Calden abgestimmt, die gleichzeitig auch den Bürgersteig erneuert“, erläutert Siebert. Die Gemeinde Calden will zudem einen Radweg zum Schloss Wilhelmsthal herstellen, woran sich der Landkreis finanziell beteiligt. Die Kosten betragen 2,2 Millionen Euro.

Weitere Bauvorhaben befinden sich momentan noch in der Planungsphase. „Aufgrund langer Vorlaufzeiten etwa bei der Beantragung von Fördermitteln oder der Ermittlung der Baukosten, können da manchmal mehrere Jahre ins Land gehen, ehe die Maßnahme gestartet werden kann“, erläutert Nissen. In einer solchen Vorbereitung befindet sich etwa die Sanierung der in die Jahre gekommenen Brücke über die Fulda in Fuldabrück-Dennhausen. Dafür laufen momentan die Planungsvorbereitungen. Ein Termin steht noch nicht fest. Ebenfalls in Planung befindet sich die Sanierung der Kreisstraße in Lohfelden bis zur Autobahnbrücke. Momentan sei der Landkreis mit der Gemeinde in Gesprächen. Das Bauvorhaben könnte wahrscheinlich 2025 starten.

Auswirkungen auf Kreis- und Gemeindestraßen wird die neue Ortsumgehung Bad Karlshafen haben. „Das Stück Bundesstraße zwischen der Ortsumgehung und der Zufahrt zum Wasserschloss Wülmersen wird zur Kreisstraße und ebenso der Abschnitt vom Abzweig nach Langenthal bis zum Abzweig Helmarshausen nach Oberweser“, erklärt Siebert.

Die Bundesstraße ab dem Abzweig in Helmarshausen bis Bad Karlshafen wird dann zur Gemeindestraße herabgestuft. Mit der Stadt werde der Landkreis die dann neue Kreisstraße in der Ortslage von Helmarshausen erneuern. Auch für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Ahnatal-Weimar, die mit der Gemeinde Ahnatal umgesetzt werde, starten die Planungen. Die Baukosten liegen bei 3,3 Millionen Euro. (Daniel Göbel)

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