Hessen wählt

Landtagswahl Hessen: Volker Richter tritt für die AfD im Kreis Kassel an

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Tritt für die AfD bei der Landtagswahl an: Volker Richter aus Fuldabrück an seinem Lieblingsplatz in Kassel, dem Buga-See.

Kreis Kassel. Die Landtagswahl in Hessen ist am 28. Oktober 2018. Im Wahlkreis Kassel-Land II tritt auch Volker Richter an. Zum Wahlkreis II gehören Ahnatal, Baunatal, Fuldabrück, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Niestetal, Schauenburg, Söhrewald und Vellmar.

Der Buga-See ist für Volker Richter ein Ort zum Wohlfühlen: „Hier bin ich früher oft mit meinem Hund gejoggt und wenn’s die Zeit zu lässt, springe ich gern auch mal in den See und schwimme.“ Darum hat der 54-Jährige das Seeidyll für das HNA-Gespräch ausgewählt. Zeit für seine Hobbies, zu denen auch das Motorradfahren gehört, hat Richter aber kaum noch. Seit 2013 ist er in der AfD aktiv, hat den Kreisverband Kassel-Land mitgegründet und sitzt für die Partei im Kreistag Kassel-Land. Außerdem engagiert er sich als Beigeordneter im Gemeindevorstand Fuldabrück.

Warum die AfD? „Weil dort verschiedene Meinungen gehört und diskutiert werden. Ich konnte von Anfang an mitgestalten. Die AfD nimmt jeden mit“, sagt der Mann, der mit Frau und Kind in Fuldabrück-Bergshausen lebt. Über seine Familie zu reden, lehnt Richter ab: „Ich möchte mein Privatleben und die Politik trennen.“

Also zurück zu seiner Kandidatur: Dass alle in und von der Politik gehört werden, das ist dem freien Handelsvertreter im Druckwesen äußerst wichtig. Dieses Gefühl habe er bei der aktuellen Politik allerdings nicht. „Es kann nicht sein, dass Ängste und Sorgen negiert werden“, moniert Richter. Davon gibt es aus seiner Sicht viele in der Bevölkerung. 

Und welche sind das? Fast wie von selbst kommt der 54-Jährige auf die Angst vor Kriminalität durch Migranten und die Zahl der Flüchtlinge generell. „Ich bin der Kriminalität noch nicht selbst in Berührung gekommen. Man liest aber immer wieder von Messerattacken und anderem.“ Er wolle Flüchtlinge nicht generell verteufeln, aber man müsse konsequent gegen Kriminelle in ihren Reihen vorgehen. Und die, die kein Bleiberecht haben, müssten ebenso konsequent in ihr Heimatland zurückgeführt werden.

Er sehe ein Problem darin, die rund 4400 Flüchtlinge im Landkreis Kassel zu integrieren: „Wir sind so unterschiedlich in Sprache, Kultur und Religion. Da kann es leicht passieren, dass sich Parallelgesellschaften bilden.“ Dann hätte man Systeme, wie in den Heimatländern der Menschen – „ohne Grundgesetz, mit einer eigenen Gesetzgebung.“ Richter sieht vor allem die Regierungen vor Ort in der Verantwortung. „Da muss die internationale Staatengemeinschaft aktiv werden. Als kommunaler Politiker hat man da nicht viel Einfluss.“ Auch die Sorge um höhere Steuern nennt Richter als wichtige Themen, ebenso wie Wohnungsnot und die Bedenken, überhaupt über die Runden zu kommen.

Er will sich dafür einsetzen, dass die Kommunen über Land und Bund mehr Geld bekommen, um ihren vielfältigen Aufgaben zu schaffen. „Sie sollen die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern nicht weiter erhöhen müssen. Denn das Geld ist eigentlich da“, sagt er und verweist nach Berlin. Apropos Geld: „Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass mehr in Forschung und Bildung investiert wird, sonst werden wir von anderen Ländern abgehängt.“ Bislang werde das Geld zum Beispiel in die Bankenrettung investiert, lande aber nicht da, wo es hin sollte. „Das will ich ändern.“

Zur Person

Volker Richter (54) wurde in Kassel geboren und lebt mit seiner Familie in Fuldabrück. Politisch interessiert war er nach eigenen Angaben schon immer: Als Arbeiterkind einst SPD-geprägt, engagierte er sich gewerkschaftlich, fand aber ab 2013 in der AfD seine politische Heimat. Er ist Kreistagsabgeordneter, Kassel-Land, Beigeordneter im Gemeindevorstand Fuldabrück, Fraktionsvorsitzender der AfD im Zweckverband Raum Kassel und Beisitzer im AfD-Landesvorstand Hessen. Sein Geld verdient Richter, der Druck-Industriemeister ist, als freier Handelsvertreter. Seine Hobbies sind Politik, das Motorrad- und Fahrradfahren und Schwimmen

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