Ab sofort in Betrieb 

LED-Tafeln informieren am Kasseler Westkreuz über Staus und Umleitungen

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Im südlichen Kassel, wo die Autobahnen 44, 49 und 7 aufeinandertreffen, sollen die Anzeigen für einen flüssigeren Verkehr sorgen.

Autofahrer werden ab sofort am Kasseler Westkreuz in Echtzeit über Staus und Umleitungen informiert. Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil hat dort zwei LED-Informationstafeln in Betrieb genommen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 17.58 Uhr - Die digitalen Wegweiser überspannen die ganze Fahrbahn und werden mit Informationen aus der Verkehrszentrale Hessen gespeist, teilte Hessen Mobil am Donnerstag mit. Auf diese Weise werden den Autofahrern aktuelle Reisezeiten oder Umleitungsempfehlungen angezeigt, wenn es sich wegen Baustellen oder Unfällen staut.

Ziel: Flüssigerer Verkehr auf der A44, A49, A7

Im südlichen Kassel, wo die Autobahnen 44, 49 und 7 aufeinandertreffen, soll diese Technik für einen flüssigeren Verkehr sorgen. Die Bauzeit für die "dynamischen Informationstafeln" betrug rund ein Jahr, sie kosteten etwa 1,2 Millionen Euro und wurden von Bund sowie Europäischer Union gefördert. Weitere Anlagen sollen im kommenden Jahr auf der A7 folgen.

Auf den digitalen Anzeigetafeln werden die Verkehrsteilnehmer über Ursache und Ausmaß von Störungen informiert. Hat sich beispielsweise ein Unfall ereignet, wird diese Information auf den LED-Tafeln angezeigt.

„Die Informationen sollen dazu dienen, Störungsbereiche zu entlasten, Staus zu vermeiden und den Verkehrsfluss zu verbessern“, erläutert Werner. Mithilfe der LED-Tafeln werden die Verkehrsteilnehmer über mögliche Verzögerungen auf ihrer Strecke in Kenntnis gesetzt und mit Umleitungsempfehlungen versorgt. Dies ist auf den viel befahrenen Verbindungen rund um Kassel – vor allem im Berufsverkehr und während der Ferien – von Bedeutung. Auf den Anzeigetafeln werden laut Hessen Mobil aber keine Tempolimits oder Überholverbote angezeigt.

Hessenweit gibt es bislang 60 „Verkehrsbeeinflussungsanlagen mit integrierten Stauinformationen“, so die offizielle Bezeichnung der Anlagen. Die meisten befinden sich auf den Autobahnen in dem von Dauerstaus geplagten Rhein-Main-Gebiet sowie am Gambacher Kreuz und am Hattenbacher Dreieck. Für die nächsten Jahre plant Hessen Mobil den weiteren Ausbau rund um Kassel und in Nordhessen. Zwei weitere Staumelder-Anlagen sollen laut Werner bereits im kommenden Jahr auf der Autobahn  7 zwischen dem Dreieck Kassel-Ost und dem Kreuz Kassel-Mitte installiert werden. Dort wurde die Fernstraße bereits von sechs auf acht Fahrstreifen ausgebaut, um den zusätzlichen Verkehr von der A 44 aufnehmen zu können.

Die Anlagen werden aus der Verkehrszentrale Hessen (VZH) automatisch auf Basis aktueller Verkehrsdaten geschaltet. Die Baukosten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro. Finanziert wurden die LED-Tafeln durch den Projektplan Straßenverkehrstelematik des Bundes, der von der EU gefördert wird.

Anlagen sind Reaktion auf schwere Unfälle

Die Anlagen sind auch eine Reaktion auf eine Serie schwerer Unfälle mit Toten und Schwerverletzten. In der Vergangenheit fuhren auf den Autobahnen rund um Kassel immer wieder Lastwagen auf am Stauende stehende Fahrzeuge auf. Bei einem besonders dramatischen Unfall mit einem Lkw auf der A7 bei Guxhagen war im Juli 2016 eine dreiköpfige Familie in ihrem Wohnmobil ums Leben gekommen. Im November 2017 wurde der Unfallverursacher freigesprochen.

Hier liegt das Kreuz Kassel West:

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