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Bastian Paßau ist neuer Schwimmmeister in Lohfelden

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Von: Amir Selim

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Bastian Paßau auf dem 3-Metersprungturm im Freibad Lohfelden. Nach vorne ans Gerüst gelehnt und in die Ferne guckend
Das Freibadgelände fest im Blick: Bastian Paßau ist neuer Schwimmmeister in Lohfelden. Der Schleswig-Holsteiner wird diese Saison eingearbeitet und übernimmt ab kommendem Jahr das Ruder. © Amir Selim

Der Schleswig-Holsteiner wird diese Saison eingearbeitet. Ab kommender Saison übernimmt er dann das Ruder.

Lohfelden – Der Rasen wird gemäht, die Hecken werden geschnitten, und das Wasser wird ständig geprüft. Die Vorbereitungen im Freibad in Lohfelden laufen auf Hochtouren. Dabei steht auch erstmals Bastian Paßau im Fokus. Er wird diese Saison als neuer Schwimmmeister eingearbeitet. Der bisherige Schwimmmeister, Klaus Günter, hört nach diesem Sommer auf.

Diese Saison werde er lernen, „wo die Kniffe liegen“, sagt Paßau schmunzelnd. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner war zuvor bereits in Niestetal und Hessisch Lichtenau tätig.

Seine Mutter brachte ihn auf die Idee, Schwimmmeister zu werden

Die Idee, Schwimmmeister zu werden, kam von seiner Mutter: „Wir kannten den Schwimmmeister aus meinem Heimatort. Rudi hieß er. ‘Kann man das, was Rudi macht nicht auch lernen?’, fragte sich meine Mutter irgendwann“, erzählt Paßau. So lernte er, dass der Beruf des Schwimmmeisters ein Ausbildungsberuf ist. Für diesen entschied er sich dann. „Ich hatte nie andere Berufe im Blick“, sagt Paßau. Nach der Ausbildung machte er 2005 seinen Meister. Außerdem war er bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Wachdienst tätig, bevor er nach Hessen kam.

Als Schwimmmeister habe er vielfältige Aufgaben. Derzeit stehen noch die Vorbereitungen für die diesjährige Freibadsaison an. Von organisatorischen Aufgaben, wie die Schlichtplanung von Mitarbeitern, bis hin zur Reinigung des Schwimmbeckens gibt es viel zu tun. „Wir kümmern uns um alles, was im Bad anliegt“, erklärt Bastian Paßau.

Dazu gehört auch die Technik des Schwimmbeckens. Neben dem Wasserfilter, der das Wasser reinigt, kümmert sich Paßau um die Chlor-Dossierung des Beckens. Eine Maschine misst den Chlorgehalt im Wasser ständig. Doch werde täglich auch zweimal per Hand gemessen, um die Richtigkeit der Werte zu überprüfen, erklärt Paßau. Dazu kommen die Wasser- und Dosierungspumpen. Letztere sorgen dafür, dass bei zu niedrigem pH-Wert des Wassers durch die Zugabe von Chlor entsprechend gegengesteuert wird, so dass sich der Wert erhöht.

Viel Arbeit im Sommer - etwas Entspannung im Winter

Während der Saison gibt es dann nicht viel Freizeit für die Schwimmmeister. Dieses Jahr seien sie zu dritt, weil er noch eingearbeitet wird. Deshalb könne flexibler geplant werden, sagt Paßau. Aber für gewöhnlich teilen sich zwei Schwimmmeister zwei Schichten an sieben Tagen im Sommer. Entspannter geht es dann erst im Winter zu. Dann stehen zwar noch die Absicherung des Freibads für den Winter an und die Mitbetreuung der Schwimmhalle in Lohfelden. Aber dann gebe es auch Zeit für Urlaub, sagt Paßau.

Vorgänger Klaus Günter ist zufrieden mit seinem Nachfolger: „Er macht seine Arbeit gut. Er bringt neue Ideen mit. Er ist der richtige Mann am richtigen Ort.“ (Amir Selim)

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