Bauarbeiten laufen auf Hochtouren

Asphalteinbau auf der A7 bei Lohfelden beginnt Mitte Juli

Die Schachtmeister Michael Süß (links) und Manuel Klietsch bei der Autobahn-Baustelle der A7 bei Lohfelden
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Dort arbeiten sie zurzeit: Die Schachtmeister Michael Süß (links) und Manuel Klietsch sind bei der Autobahn-Baustelle der A7 bei Lohfelden zurzeit mit Kanalarbeiten im Mittelstreifen beschäftigt.

Die Bauarbeiten auf der A7 bei Lohfelden und Fuldabrück laufen auf Hochtouren. Dort wird zurzeit die Fahrbahn Richtung Süden zwischen dem Kreuz Kassel-Mitte und dem Dreieck Kassel-Süd auf 1,6 Kilometern Länge vierspurig ausgebaut.

Kreis Kassel – „Ende November soll der Verkehr dort wieder wie gewohnt rollen“, sagt Bernd Niemeyer, Abteilungsleiter Bau-Großprojekte der Kasseler Außenstelle der Autobahn GmbH Nordwest. Momentan sei man auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Und das, trotz der Herausforderungen, vor denen die Baubranche zurzeit stehe, allen voran den Lieferengpässen bei Stahl, Kunststoff und Holz. „Selbst banale Holzplatten sind zwar zu kriegen, aber zu horrenden Preisen“, sagt Bernhard Klöpfel, Leiter der Kasseler Außenstelle. Er hofft, dass sich diese Schwierigkeiten in der zweiten Jahreshälfte lösen.

Ab Mitte Juli soll auf der A7 in Richtung Süden mit dem Asphalteinbau begonnen werden. Doch bis es soweit ist, nehmen die Bauarbeiter noch Kanalarbeiten im Mittelstreifen vor – und die sind nicht ohne: Denn um dort überhaupt hinzukommen, müssen sie jeden Tag erst einmal scharf aus dem Autobahn-Verkehr auf die Baustelle abbiegen.

Um sie später wieder zu verlassen, müssen sie sich aus dem Stand heraus in den rollenden Verkehr einordnen. „Deswegen ist es so wichtig, dass die Leute das Tempolimit an Baustellen einhalten“, sagt Schachtmeister Michael Süß, einer von 30 Arbeitern auf der Baustelle. Oft genug werde man dabei aber von frustrierten Autofahrern angehupt. „Aber wir sind hier auch nur auf der Arbeit und wollen die Menschen mit neuen Straßen schützen“, sagt Süß.

Blick von einer Brücke: Im Vordergrund sind die Kanalarbeiten im Mittelstreifen zu sehen. Die Fläche im Hintergrund soll eine Ausgleichsfläche werden und wird noch bepflanzt.

Ein alltäglicher Begleiter auf der Baustelle ist auch das dauerhafte Rumpeln von Baggern und der Motorenlärm von den Autos und Lkw. Hinzu kommen die körperlichen Anstrengungen für die Bauarbeiter – bei deutlich mehr als zehn Stunden Arbeitszeit pro Tag. Die scheinen Süß’ Kollege Manuel Klietsch jedoch nicht besonders zu stören: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, sagt er. Für die knapp 30 Arbeiter gebe es freie Tage zum Ausgleichen der angefallenen Überstunden, in der Regel alle zwei Wochen freitags.

Ein verlängertes Wochenende sei Klietsch lieber als ein früher Feierabend, denn wie bei den meisten seiner Kollegen ist für den 39-Jährigen unter der Woche nicht an ein Heimfahren zu denken: Er kommt aus Niederfrohna bei Chemnitz, sodass sich der Zeitaufwand für die Fahrt nicht lohnen würde. Stattdessen sind die Arbeiter in einem Hotel untergebracht.

Nach der Winterpause ab Ende November soll Mitte April 2022 mit dem vierspurigen Ausbau in Fahrtrichtung Norden begonnen werden. Dauern soll der bis Ende 2022. Die Gesamtkosten für den insgesamt achtspurigen Ausbau belaufen sich auf ungefähr 12 Millionen Euro. (Jan Trieselmann)

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