Steuern sollen nicht erhöht werden

Bürgermeister stellt Haushalt vor: Lohfelden investiert in Bauprojekte

Umstrittenes Sanierungsprojekt: Für die Wohnanlage Vorsterstraße sind im kommenden Haushaltsjahr 2,3 Millionen Euro vorgesehen. archiv
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Umstrittenes Sanierungsprojekt: Für die Wohnanlage Vorsterstraße sind im kommenden Haushaltsjahr 2,3 Millionen Euro vorgesehen. archiv

Um ein Minus unterm Strich wird Lohfelden im kommenden Jahr nicht herumkommen. Das ist zumindest der jetzige Stand der Haushaltsplanung, die Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) am Donnerstagabend vorstellte.

Lohfelden – Im Entwurf steht ein Defizit von rund 1,2 Millionen Euro, wie der Rathauschef klar machte. Die gute Nachricht ist, dass die Gemeinde – anders als beispielsweise Fuldabrück oder Fuldatal – ihre Steuern nicht erhöhen will. Gleichzeitig plant man im Rathaus mit einem dicken Plus bei der Gewerbesteuer. Eine Million Euro mehr landet nach aktuellen Prognosen im Steuersäckel, sodass die Gemeinde hier 8,5 Millionen Euro bekommt.

Das Defizit, das entsteht, kann laut Kämmerer Thorsten Bürgel durch Rücklagen ausgeglichen werden. „Wir haben bislang auch sehr konservativ geplant. Es könnte also sein, dass das Defizit am Jahresende doch kleiner ausfällt“, sagte Bürgel am Freitag auf Anfrage.

Indes stehen große Bau- und Investitionsprojekte an: Insgesamt rund 9,4 Millionen Euro sollen dafür fließen. Der Mammutanteil ist mit rund 3 Millionen Euro für den Straßenbau eingeplant, beispielsweise für die Vollmarshäuser Straße. 2,3 Millionen Euro sollen für die umstrittene Sanierung der gemeindeeigenen Sozialbauimmobilie Vorsterstraße 2 bereitgestellt werden.

Ein weiteres Bauprojekt taucht ebenfalls mit einem Millionenbetrag im Haushaltsentwurf auf: die Kita Quellenweg. Der Neubau, der im Sommer 2023 schlüsselfertig sein soll, schlägt im kommenden Haushaltsjahr mit 1,7 Millionen Euro zu Buche.

600 000 Euro sind zudem für ein neues Staffellöschfahrzeug und einen Einsatzleitwagen für die Feuerwehr eingestellt. Die aktuellen Fahrzeuge sind laut Jäger in die Jahre gekommen, „da müssen wir in den sauren Apfel beißen und neue beschaffen“. Die gleiche Summe möchte man im Rathaus für den Hochwasserschutz bereit halten. „Wir wollen hier investieren, damit wir so etwas wie zuletzt nicht wieder erleben müssen“, sagte Uwe Jäger während seiner Haushaltsrede. Er spielte damit auf das Hochwasser im Sommer diesen Jahres an.

In den kommenden Ausschuss- und Gemeindevertretersitzungen wird über den Haushalt diskutiert. Frühestens im Januar könnte das Zahlenwerk beschlossen werden, so der Bürgermeister.

Von Moritz Gorny

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