27 Millionen in Lohfelden investiert

Logistiker Dachser eröffnet Niederlassung im Kreis Kassel

 Regionalleiter Andreas Fritsch (von links), Assistentin der Geschäftsleitung Mara Skupin und Niederlassungsleiter Kassel Mathias Oetter stehen vor der neuen Umschlaghalle des Logistikers Dachser im Gewerbegebiet Lohfelden.
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Alles neu: Regionalleiter Andreas Fritsch (von links), Assistentin der Geschäftsleitung Mara Skupin und Niederlassungsleiter Kassel Mathias Oetter stehen vor der neuen Umschlaghalle des Logistikers Dachser im Gewerbegebiet Lohfelden.

Der Logistiker Dachser hat seine neuen Niederlassung Kassel eröffnet. Das Familien-Unternehmen aus Kempten im Allgäu hat nach eigenen Angaben 27 Millionen Euro an der Justus-Liebig-Straße in Lohfelden investiert.

Von der 80 000 Quadratmeter großen Fläche – so groß wie 11 Fußballfelder – liefern Lkw mit dem bekannten blauen Schriftzug auf gelbem Untergrund seit Mitte Juni Waren an Verteilstationen in ganz Europa.

Immer wieder fällt im Gespräch mit Regionalleiter Andreas Fritsch und Niederlassungsleiter Mathias Oetter der Begriff Netzwerk. „Wir sind eine Netzwerkspedition“, sagt Oetter. „Und wir sind Stückgutspezialisten.“ Dachser fährt mit seinen Lastwagen Teile von Industrie und Großhandel zu 387 Standorten in 42 Ländern. In großen Umschlaghallen werden die Teile wieder umgeladen und auf festen Linien in andere Städte verschickt. Daraus spinnt sich das viel zitierte Netz. „Wir fahren jeden Tag“, sagt Andreas Fritsch. „Und wir sind immer zur gleichen Zeit an unseren Zielstationen.“ Seine Kunden, so die Verantwortlichen, beliefere das Unternehmen im Rhythmus von 24 bis maximal 48 Stunden.

Mit dem Start der Niederlassung Kassel wurde die nordhessische Interims-Außenstelle Homberg geschlossen. 30 Mitarbeiter wurden von dort übernommen. Aktuell arbeiten am jüngsten Standort des Logistikers 60 Frauen und Männer. Oetter und Fritsch machen klar, dass der Standort noch deutlich wachsen solle. Eine Erweiterung des Betriebes sei bereits vorgesehen, sagt Fritsch. „Wir wachsen alle sechs bis sieben Jahre.“ Und Mathias Oetter ergänzt: Mit der Erweiterung werden wir dann um die 200 Mitarbeiter haben.“

In Lohfelden regt sich indes immer wieder Widerstand gegen ein zu schnelles Wachsen der Branche. Die Menschen fürchten mehr Verkehrslärm und Abgase. Aus der zunehmenden Belastung für die Menschen machen die Dachser-Leute keinen Hehl. „Der Verkehr wird sich steigern“, sagt Regionalleiter Fritsch. Allerdings komme dem Betrieb die Nähe zur Autobahn zugute. Vor allem die Nacht-Lkw seien schnell auf der Autobahn, betont er.

Zudem stellen die Leiter den Wert des Standorts für die gesamte Region heraus. Immerhin decke dieser ein Gebiet für Kunden von Northeim bis Alsfeld und von Korbach bis Bad Sachsa ab.

Und wie steht das Unternehmen zum Einsatz alternativer Antriebe in seinen Lastern und Transportern? „Wir sind mit allen Herstellern in Kontakt“, sagt Mathias Oetter. In dem Pilotprojekt City-Logistik sei Dachser bereits emissionsfrei unterwegs. Zum Einsatz kämen neben E-Transportern auch Pedelecs.

Von Sven Kühling

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