Fahrer finden keine Stellfächen mehr

Ärgernis: Firmen blockieren für Weihnachtsurlaub Vielzahl der Parkplätze am Rasthof Kassel

Sorgen für Ärger: Zwei ausländische Firmen haben über die Feiertage mehr als die Hälfte der Stellflächen am Rasthof Kassel zugeparkt.
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Sorgen für Ärger: Zwei ausländische Firmen haben über die Feiertage mehr als die Hälfte der Stellflächen am Rasthof Kassel zugeparkt.

Auf dem Lkw-Parkplatz am Rasthof Kassel Ost herrscht momentan vor allem in den Abendstunden Ausnahmezustand. Der Grund: Zwei Firmen aus Polen und Rumänien blockieren laut Polizei seit mittlerweile mehr als zwei Wochen mit ihren Lastwagen fast die Hälfte der insgesamt 181 Lkw-Stellplätze an der A 7.

„Das führt dazu, dass andere Lastwagenfahrer, die weiterhin unterwegs sein und ihre Ruhezeiten einhalten müssen, nicht genügend Möglichkeiten haben, ihre Fahrzeuge abzustellen“, so Matthias Mänz, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Die Lastwagen parken dann auf Flächen, die dafür nicht geeignet sind – unter anderem den Parkplätzen für Autos. „Das kommt bestimmt auch an anderen Tagen vor, aber zu Jahresbeginn ist das Phänomen extrem“, so Mänz. Am Rasthof Kassel Ost, der auch sonst immer sehr stark frequentiert ist, sind durch dieses „wilde“ Parken seit der Eröffnung 2018 Schäden im sechsstelligen Bereich entstanden, schätzt die Polizei.

Zum ersten Mal sind die Dauerparker über die Feiertage von der Polizei 2019 beobachtet worden. In diesem Jahr stehen mehr als 80 Fahrzeuge seit dem 21. Dezember, dem Montag der Weihnachtswoche, am Rasthof in Lohfelden. „Die Mitarbeiter sind mit einer Art Shuttle von ihren Arbeitgebern zu Weihnachten in ihre Heimat gefahren worden. Die Unternehmen nutzen in dieser Zeit also die öffentlichen Flächen, die im Gegensatz zu anderen Standorten kostenlos sind, wie einen temporären Firmenstandort“, sagt Mänz. Die eine Firma habe 60 Fahrzeuge, die andere 20 abgestellt. Dabei handele es sich vorwiegend um Gespanne, die entsprechend mehr Platz einnehmen. Um gegen die Dauerparker vorzugehen, hat die Polizei die Möglichkeit, ein Verwarngeld wegen „übermäßiger Straßennutzung“ zu verhängen, was aber meist nicht viel nutze, so Mänz. Man sei in Kontakt mit den entsprechenden Behörden, um gegen das Problem vorzugehen. (Kathrin Meyer Und Michaela Pflug)

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