Deutsche Glasfaser will in Lohfelden expandieren

Lohfelden – Gibt es bald schnelleres Internet in Teilen von Lohfelden? Der Grundstein dafür könnte am Donnerstag in der Gemeindevertretersitzung gelegt werden.

Denn dort wird darüber entschieden, ob die Gemeinde eine Kooperation mit dem Internetanbieter Deutsche Glasfaser (DG) abschließt.

Das Unternehmen will den Vollmarshausen und das Gewerbegebiet Crumbach via FTTH erschließen und möchte die Unterstützung der Gemeinde für dieses Projekt. Der Gemeindehaushalt soll dadurch aber nicht belastet werden. Mit der FTTH-Methode, die für Glasfaser bis ins Haus (engl. fibre to the home) steht, sollen Datenraten von bis zu 1000 MBit erreicht werden. Momentan gibt es laut Lohfeldens Hauptamtsleiter Kai Hast so schnelles Internet in dem Ort noch nicht.

Bereits 2017 hatte die Breitband Nordhessen Glasfaser in Vollmarshausen verlegt. Allerdings wurde die FTTC-Technik verwendet. Dabei führen die Kabel nur bis zu den Verteilerkästen am Straßenrand. Von dort aus muss das Signal aber noch ins Haus und nimmt die letzte Meile über Kupferleitung. Dieser Engpass führt zu schlechteren Geschwindigkeiten. Momentan wird laut Netcom-Website in Vollmarshausen eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Mbit erreicht.

Sollten sich die Parlamentarier für die Kooperation entscheiden, erfolgt die Nachfragebündelung durch die DG. Das gehört zum Marketingkonzept des Borkener Unternehmens, bei dem das Interesse potenzieller Kunden abgefragt wird. Die DG will sich einer Mindest-Kundenzahl sicher sein, damit sich ihre Investitionen lohnen.

Mindestens 40 Prozent aller Haushalte müssen vor einem noch nicht bestimmten Stichtag einen Vertrag mit der DG abschließen – sonst baut das Unternehmen nicht. Bisher hat die DG diese Quote bei Projekten im Landkreis – etwa in Espenau, Fuldatal und Schauenburg – immer erreicht. „Wenn der Vertrag unterschrieben ist, werden wir in den nächsten Monaten mit der Nachfragebündelung beginnen“, sagt Pressesprecher Dennis Slobodian. Im Vorfeld würde es dann natürlich Informationsveranstaltung geben. Zum weiteren Ablauf des Ausbaus wollte er sich vor Vertragsabschluss noch nicht äußern. In der Parlamentsvorlage heißt es aber, dass – wird die Quote erreicht – im Jahr 2020 mit dem Bau des Glasfasernetzes in Vollmarshausen begonnen werden würde, während das Gewerbegebiet noch 2019 erschlossen werden könnte.

Außerdem stehen auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter die umstrittenen SPD-Anträge zur Beendigung der kostenlosen musikalischen Früherziehung und der Stellenbemessung in den Kindertagesstätten, sowie Berichte zur Möglichkeit eine Kälteanlage an das Blockheizkraftwerk anzuschließen und die Umrüstung der Beleuchtung. Los geht es am Donnerstag um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Lohfelden.

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