Etwa 1,2 Millionen Euro 

Schäden der Flut spült Loch in Lohfeldens Haushaltskasse

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Hier fehlt ein Stück: Der Rechen im Fahrenbach soll Holz und Unrat davon abhalten, in Einlauf und Unterführung zu gelangen. Den Wassermassen des 21. Mai hielt er aber nicht stand. Auch das Fundament wurde beschädigt. 

Noch immer sind die Spuren der Flut vom 21. Mai in Lohfelden sicht- und spürbar. Die genauen Schäden sind in vielen Fällen noch nicht absehbar.

Das Haus B der Kita Vollmarshausen ist gesperrt, Brücken und Wege sind nicht begehbar, der Kunstrasenplatz des FSK ist nicht bespielbar und Teile des Rechens im Fahrenbach fehlen. Laut Bürgermeister Uwe Jäger liegen die Schäden für die Gemeinde nach einer ersten groben Schätzung bei 1,2 Millionen Euro.

Ein Teil sei natürlich versichert, zum Beispiel die Gebäude der Kommune. Dazu zählt das Haus B der Kita Vollmarshausen. Das bleibt laut Jäger bis Ende des Jahres geschlossen. Dort müssen der Fußboden und zahlreiche Wände ausgetauscht und saniert werden.

„Es bleibt trotzdem wahrscheinlich ein sechsstelliger Betrag an uns hängen. Unser Polster im Haushalt ist damit weg“, sagt Jäger. Das Geld brauche man für die Sanierung von Brückenbauwerken, Einlaufbauwerken und Wegen. In vielen Fällen stehe noch nicht fest, wie hoch die Schäden genau sind, beziehungsweise, wie viel die Wiederherstellung koste.

Das gilt auch für das künstliche Bett des Fahrenbachs an der Kasseler Straße. Allein deren Sanierung dürfte laut Jäger mit einem sechsstelligen Betrag zu buche schlagen. Teile des Fundamentes, des Rechens und des Einlaufs sind beschädigt. „Das Wasser muss dort eine unheimliche Gewalt gehabt haben, die eine Hälfte des Rechens haben wir 400 Meter bachabwärts gefunden“ sagt Jäger. Seit 1974 verläuft der Bach laut Bauamt auf diese Weise. Das Bauwerk werde regelmäßig geprüft und gewartet, bisher habe es immer nur kleinere Schäden gegeben.

Die Kommune setzte seit 2010 eine Reihe von Maßnahmen für den Hochwasserschutz um, erklärt Jäger. Dazu zählen Kanalerweiterungen, wie aktuell in der Berg- und Talstraße, Renaturierungen und der Bau von Regenrückhaltebecken. So eines soll demnächst auch am Herchenbach entstehen. Dazu fehle allerdings noch der Förderbescheid. „Natürlich sollte es schneller gehen, aber da fehlt uns die finanzielle und personelle Power“, sagt Jäger.

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