Das ändert sich beim Müll

Gelber Sack hat im Landkreis Kassel ausgedient

Zwei Menschen sehen vor einer Müllabfuhr in der eine gelbe Tonne entleert wird
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Stolz auf neue Lkw und Tonnen und die Zusammenarbeit: Norbert Heipel von PreZero (links) und Uwe Pietsch vom Eigenbetrieb Abfallentsorgung des Landkreises.

Eigentlich wird der Müll in gelben Säcken verstaut. Das soll sich jetzt im Landkreis Kassel ändern. Hier gibt es bald eine Alternative zum gelben Sack.

  • Im Gegensatz zu Rest- und Papiermüll wird der Müll immer noch in gelben Säcken verstaut.
  • Das soll sich nun ändern - bald kommt die Tonne.
  • Es wird allerdings eine Übergangszeit geben.

Kreis Kassel/Lohfelden – Die Rolle ist leer, die Tüte dank scharfkantiger Konservendose gerissen, die Säcke werden nach einer windigen Nacht zu Hindernissen im Straßenverkehr – damit soll im Landkreis ab dem 1. Januar Schluss sein. Denn dann sollte jeder Haushalt eine der neuen Gelben Tonnen für Verpackungsmüll haben. Ab dem 12. Oktober werden die 75.000 Tonnen nach und nach verteilt – zuerst im Süden des Landkreises und dann im Norden.

„Durch die Gelben Tonnen können auch Leichtverpackungen lose gesammelt werden und die Umgebung bleibt sauberer“, sagt Uwe Pietsch, Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung im Landkreis Kassel. Der Eigenbetrieb hatte nach einer Entscheidung des Kreistages 2019 die Einführung der Gelben Tonne geprüft und dann beschlossen. Auch in der Stadt Kassel soll künftig die Gelbe Tonne eingeführt werden.

Gelbe Tonne statt Sack: Bürger müssen keine extra Kosten fürchten

Für die Menschen im Kreis Kassel ändert sich wenig. Wie bisher beim Gelben Sack wird auch die Tonne ohne zusätzlichen Kosten für die Bürger abgeholt. „Wir zahlen alle bereits beim Einkauf für die Entsorgung der Verpackungsabfälle“, erklärt Landrat Uwe Schmidt die Finanzierung des privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systems.

Deren Ausschreibung für den Landkreis hat die Firma PreZero Service Hessen aus Lohfelden gewonnen. Die war auch in den vergangenen Jahren schon im Südkreis aktiv. Künftig sammelt sie auch im Norden selbst. Dort war bisher der Eigenbetrieb des Kreises als Subunternehmer unterwegs, zieht sich laut Pietsch aber aus dem privatwirtschaftlichen Preiskampf zurück.

„Durch das neue Sammelsystem ergeben sich für die Haushalte auch am Tag der Abfuhr keine bedeutsamen Veränderungen“, sagt PreZero-Geschäftsführer Norbert Heipel. Der 14-tägige Abholrhythmus werde beibehalten. Allerdings könnten sich die Abholtage ändern, deshalb lohne sich zum Jahreswechsel ein Blick in die Abfuhrkalender.

Gelbe Tonne: Eine Zeitlang wird auch der Sack noch eingesammelt

Er weist darauf hin, dass die Tonnen spätestens um 6 Uhr am Abholtag und für die Fahrer gut sichtbar an den Straßenrand gestellt werden müssen. Heipel kündigte zudem an, dass – zusätzlich zu den Gelben Säcken – auch die dann schon verteilten Tonnen ab 1. November geleert werden. Außerdem wird es im kommenden Jahr eine Übergangsphase geben, in der neben den Tonnen auch die Säcke eingesammelt werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen: Wer nach der Verteilung der Abfallbehälter Änderungswünsche oder Fragen hat, kann sich unter Tel. 08 00/886 66 66 melden.

Etwas umstellen müssen sich die Büger aber doch, denn bisher konnten sie eine beliebige Anzahl von Gelben Säcken mit Verpackungen füllen. Jetzt gibt es eine 240 Liter fassende Tonne pro Haushalt. Das entspricht der Größe der Papiertonne. „Je nach Materialart passt der Inhalt von acht bis zehn Gelben Säcken in die Tonne“, sagt Heipel.

Für Singlehaushalte und Mehrfamilienhäuser gibt es auch andere Größen, erklärt Pietsch. Die neue gelbe Tonne ist laut dem Landkreis auch nachhaltiger als die Gelben Säcke. Sie halte durchschnittlich 15 Jahre. In der Zeit habe ein Haushalt etwa 450 Säcke verbraucht. Die PreZero-Tonne besteht zu 50 Prozent aus aufbereiteten und recycelten Altkunststoffen.

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