Kinder machen sich für Rundkurs stark

Jugendliche in Lohfelden wünschen sich einen Pumptrack

So könnte es in Lohfelden zwischen Grüner Mitte und an der Langen Straße auch bald aussehen. Dieses Bild entstand bei der Eröffnung des Pumptracks in Sontra im vergangenen Jahr.
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So könnte es in Lohfelden zwischen Grüner Mitte und an der Langen Straße auch bald aussehen. Dieses Bild entstand bei der Eröffnung des Pumptracks in Sontra im vergangenen Jahr.

Wer Übung hat, braucht auf einem Pumptrack nur einmal mit dem Rad Schwung zu geben und saust dann durch den Rundkurs. Denn die Geschwindigkeit wird ausschließlich durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen (engl. pumping) aufgebaut. So einen Pumptrack wünschen sich auch die Jugendlichen in Lohfelden. Mit Unterstützung der Jugendpflege stellten sie bei einem Ortstermin an der Skateanlage Bürgern und lokalen Politikern ihre Ideen vor.

Lohfelden – Lena Steffek-Herbold von der Jugendpflege erklärt, dass das Beteiligungsprojekt durch Corona etwas ausgebremst wird. Im Mai habe es ein erstes Treffen mit Kindern und Jugendlichen gegeben. „Inzwischen haben wir auch Ausflüge gemacht und uns verschiedene Anlagen angeschaut, zum Beispiel in Sontra.“

Allerdings sind die Pläne in Lohfelden doch moderater – auch weil der vorhandene Platz an der Skateanlage, die bestehen bleiben soll, deutlich kleiner ist. Dafür dürften die Kosten allerdings auch geringer sein. 280 000 Euro hat das Vorzeigeprojekt im Werra-Meißner-Kreis gekostet.

Die Bauverwaltung sei einbezogen und habe eine erste Einschätzung abgegeben, was machbar ist, erklärt Tanja Hammer von der Gemeinde. Erste Kostenschätzungen würden von 80 000 bis 100 000 Euro ausgehen. Auch ein zweites Anliegen hatten die Jugendlichen, sagt Hammer: „Die jungen Mountainbiker wünschen sich einen Trail.“ Wo und wie das möglich sei, werde aktuell noch geprüft. Beim Pumptrack sind die Pläne deutlich weiter. Ob das Projekt aber tatsächlich umgesetzt wird, müssten letztlich die Gemeindevertreter entscheiden und in den kommenden Haushaltsberatungen diskutieren, erklärt Hammer.

Die Kinder und Jugendlichen und die Jugendarbeiter würde eine zeitnahe Umsetzung sicher freuen. „Es würde so ein generationenübergreifender Treffpunkt entstehen“, erklärt Lena Steffek-Herbold.

Rund um den Platz sollen Bänke für Zuschauer aufgestellt werden. Schließen seien die Tricks der Könner durchaus cool anzusehen, so Steffek-Herbold. „Aber der Pumptrack richtet sich nicht nur an jugendliche Fahrradfahrer, auch mit dem Scooter, Inlineskates oder dem Skateboard kann man darauf fahren.“ Selbst Kleinkinder könnten koordinative Fähigkeiten bestens mit dem Laufrad beim Rollen auf dem Rundkurs entwickeln. Auch für das Sozialverhalten der Kinder und Jugendlichen, sei der Austausch und das Verhandeln über die gemeinsame Nutzung sicher förderlich.

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