Zwischenlösung mit Containern am Lindenberg geplant

Kita-Neubau am Quellenweg in Lohfelden

Noch steht diese Containeranlage im Baugebiet „Auf der Treber“ in Fuldatal-Ihringshausen. In Zukunft sollte sie an der Elisabeth-Selbert-Straße in Lohfelden stehen.
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Noch steht diese Containeranlage im Baugebiet „Auf der Treber“ in Fuldatal-Ihringshausen. In Zukunft sollte sie an der Elisabeth-Selbert-Straße in Lohfelden stehen.

Lohfelden braucht eine neue Kita. Das steht schon lange fest. Jetzt haben die Gemeindevertreter einstimmig entschieden, am Quellenweg wird neu gebaut.

Lohfelden - Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) stellte die Pläne vor. „Die Plätze werden rar. Schon ab Juni fehlen uns 31“, sagte Jäger. Ab Frühjahr habe man somit mindestens eine Kita-Gruppe zu wenig, ab dem Sommer seien es dann schon zwei. „Hinzu kommt, dass die Eltern von 134 Kindern aktuell noch gar keine Anmeldung abgegeben haben.“

Um den kurzfristigen Bedarf zu decken, sollen Container für zwei Gruppen auf dem Gelände der Kita Lindenberg aufgestellt werden. Jäger erklärte, dass man diese von der Gemeinde Fuldatal kaufen will. Noch seien sie dort als Kita-Ersatz im Einsatz, ab März sollen dort dann Lohfeldener Kinder betreut werden. Fuldatal möchte für die Container inklusive Ausstattung 141 000 Euro haben. Mit Planung, Transport, Erschließung und Aufbau würden etwa 271 000 Euro fällig. Laut Verwaltung ist das deutlich günstiger als andere Varianten. Die Miet-Variante für 20 Monate würde zum Beispiel 380 000 Euro kosten.

Der Neubau soll unweit der Kreuzung Lange Straße/Quellenweg neben der Kita „Kleine Strolche“ entstehen. Träger ist die Gemeinde. Die Verwaltung schätzt, dass gut 2,5 Millionen Euro investiert werden müssen, um das Projekt zu realisieren. Hinzu kämen knapp eine Million Euro Folgekosten pro Jahr für Dinge wie Energie und Personal.

„Wir planen einen viergruppigen Erweiterungsbau unterhalb des Bürgerhauses“, sagt Jäger. Der Bau soll 650 bis 750 Quadratmeter groß und so gestaltet werden, das später – je nach Bedarf – Krippen- oder Kitakinder betreut werden können.

Im Vorfeld hatte die Verwaltung zahlreiche Varianten geprüft. Ausschlaggebend bei der Wahl des Standortes war die zentrale Lage im neuen Ortszentrum Ochshausens, die gute Parkplatzsituation und die mögliche Angliederung an die bestehende Kita, erklärt Jäger auf Nachfrage. Das Grundstück befinde sich außerdem bereits im Gemeindeeigentum und in der Nähe weiterer Spielgelegenheiten. Noch im Sommer hatte Jäger die ASB-Kita im Sandweg als erste Adresse für Aus- und Neubaupläne genannt. Nach einer erneuten Prüfung stehe aber fest: „Das Außengelände ist zu klein.“ Empfohlen würden pro Kind mindestens zehn bis zwölf Quadratmeter. Am ASB-Standort würde das bei Erweiterung unterschritten und die Kinder würden deutlich weniger Platz als an anderen Standorten haben. Die Gemeindeverwaltung plant, im dritten Quartal 2021 mit dem Bau zu beginnen. „Wir hoffen, dass die Kinder dann nach den Sommerferien 2022 einziehen können“, so Jäger.

Der Konsens unter den Gemeindevertretern war groß, über Parteigrenzen hinweg wurde die ausführliche Vorbereitung der Verwaltung gelobt. (Michaela Pflug)

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