Anbieter räumt Fehler ein

Ärger mit Unitymedia in Lohfelden: Familie beschwert sich über Kundenservice

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Die Kündigung in der Hand: Für Inge Eiser und ihren Sohn Klaus kommt die Kulanz der Unitymedia zu spät.

Lohfelden. Von Unitymedia haben Inge und Klaus Eiser aus Lohfelden erst mal genug. Sie beschweren sich über den Kundenservice - und haben den Anbieter gewechselt. 

Beide fühlen sich verschaukelt. Und vom Geschäftsgebaren des Kommunikationsunternehmens halten sie gar nichts mehr. Alles fing mit einem Fernseher-Austausch im September 2018 an. Aus Versehen war mit dem alten Fernseher der sogenannte HD-Router unter anderem für hohe Bildauflösung mit entsorgt worden. 

Klaus Eiser bestellte für seine 86-jährige Mutter Inge bei Unitymedia einen neuen, doch Unitymedia bot gleich einen neuen Vertrag für Telefon, Fernsehen und Internet an. Den wollten die beiden aber gar nicht haben, der Alte war ja noch gültig. Dennoch kam der neue HD-Router, für den Inge Eiser jeden Monat 5 Euro zusätzlich zahlen musste, obwohl er von Unitymedia nicht freigeschaltet wurde, weil Inge Eiser den neuen Vertrag nicht wollte.

Somit begann der Telefon- und Papierkrieg. Die ganzen Briefe die Klaus Eiser an Unitymedia geschrieben hat, hat seine Mutter in einem roten Körbchen aufbewahrt. „Genauso sinnlos waren meine ganzen Anrufe bei Unitymedia“, sagt Klaus Eiser. Es gebe schlicht kein Fallmanagement. Bei jedem neuen Anruf habe er seine Geschichte neu erzählen müssen, immer wieder seien Versprechungen gemacht worden, die von Unitymedia nicht eingehalten wurden.

Unitymedia-Ärger in Lohfelden: "Unseriös"

Dabei ging es nur um die Freischaltung eines neuen HD-Routers auf Basis des alten Vertrags. Irgendwann platzte ihm der Kragen und er kündigte auch den alten Unitymedia-Vertrag zum Ende der Vertragslaufzeit am 27. Juli. „Dann kam der Hammer“, sagt Eiser. „Am 11. Februar wurde meiner Mutter dann alles abgestellt – Internet und Telefon – obwohl der Vertrag noch bis Juli läuft“. Für ihn ein Zeichen dafür, „wie unseriös die Unitymedia vor allem mit älteren Kunden umspringt.“

Indessen reagiert die Unitymedia nach HNA-Anfrage relativ kulant. So sei es „leider zu einem Systemfehler in der EDV gekommen“, wodurch der Altvertrag vorzeitig gekündigt worden sei. „Inzwischen ist die Abschaltung aller Dienste wieder rückgängig gemacht, und der Anschluss wieder reaktiviert worden“, teilt eine Unitymedia-Sprecherin mit.

Nach Aussage von Unitymedia sei damals kein neuer Vertrag offeriert worden, man habe lediglich einen neuen HD-Router zugesandt. Weil der Router aber nicht freigeschaltet war, werde nun die Anschluss-Grundgebühr für die Restlaufzeit des Altvertrages von 24,99 Euro auf 19,95 Euro herabgesetzt. Hinzu kämen noch Gutschriften in Höhe von 81,32 Euro, die nun ausgezahlt würden.

Nicht zuletzt fand vergangenen Mittwoch sogar ein persönliches Beratungsgespräch bei Inge Eiser zu Hause statt – jedoch ohne Erfolg für die Unitymedia.

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